Beiträge von Ein Chronist

    Skali hatte lange überlegt, wie er seinen Einzug in das neue Tal Noktardem werbewirksam gestalten könnte. Die Talbewohner würden sich zwar schon freuen, ihn wieder zu sehen, aber so einen richtig großen Bahnhof würden sie ihm vermutlich nicht machen. Aber als geborener Händler schwirrten in seinem Kopf einige verrückte Ideen umher, wie er seinen Einzug unvergesslich machen konnte.


    Tagelang war er nun schon dabei, die Säcke zu packen. Er hatte auf einer seiner langen Reisen, die er in den letzten Monaten unternommen hatte, einen seltsamen Schamanen getroffen, der in dessen Tal einmal im Jahr mit einem von Huftieren gezogenen Schlitten durch die Luft flog, um seinen Anhängern Geschenke zu bringen. Diese Idee gefiel Skali sehr, allerdings wollte er dies gleich mit dem Nützlichen verbinden. Noch 1 Monat, dann war es soweit. Er bekann, die Säcke in den Luftschlitten zu laden, den er eigens dafür konstruiert hatte. Hoffentlich kam der Schamane rechtzeitig, der ihm bei den Zugtieren helfen wollte.

    Starker Wind verwehte den frisch gefallenen Schnee, so dass man kaum 100 Schritt weit sehen konnte. Doch den zwei Gestalten, die auf der Hochebene unweit des neuen Tales Noktardem zusammen saßen, war dies nur mehr als Recht. Zu mächtig war die Eisgöttin geworden, und als Ihre Widersacher musste man Vorsicht walten lassen. Zudem nachdem ihre Stimmung nach der Befreiung der Götter sehr gereizt war.


    "Die Eisgöttin ist sehr mächtig, Carmi. Selbst der Wind, der eigentlich mein Element ist, ist hier widerspenstig und viel zu kalt für meinen Geschmack. Sie beeinflusst fast alles. Ich gebe dir Recht, wir müssen unbedingt im Tal aktiv werden, um Uga und Agga zur Seite zu stehen. Im Moment verstecken wir uns wie feige Schakale. Aber es ist niemandem geholfen, wenn sie uns sofort vernichten kann. Wir sind schutzlos, wenn wir in so in unsere Höhlen im Tal einziehen." Slavomir hatte sich mit Carmi als Vertreter der Halbgötter an dem geheimen Versammlungsort eingefunden, während die anderen sechs versteckt im dichten Schneetreiben verteilt standen, um eine Entdeckung der "Verschwörung" zu verhindern.


    "Wir müssen auf unsere Anhänger vertrauen, zumindest die Krieger Aggas wüssten, was sie zu tun haben" stichelte Carmi ihren Gegenüber.


    "Ach. Achja? Was könnten die Anhänger Aggas, denn, das die Anhänger Ugas nicht wüssten." reagierte Slavomir gereizter, als es nötig gewesen wäre.


    Carmi zog sich ihre wärmenden Felle enger um den Körper und wartete mit ihrer Antwort eine Weile, damit sich Slavomirs Gemüt wieder beruhigte, bevor sie antwortete: "Na, das, was ein wahrer Krieger eben tut, wenn er einem Feind gegenüber steht und noch nicht die Mittel hat, um ihn wirksam anzugreifen. Er versucht erst einmal, Verteidigungsanlagen zu erschaffen, die den Gegner zumindest schaden können."


    Slavomir zog die Augenbrauen hoch "Das würden die Anhänger Ugas genauso machen. Wir müssten unsere Anhänger aber von unseren Problemen informieren. Sie müssten uns nicht einmal sehr viel schicken. Auch wir kennen effektive Verteidigungsanlagen, sogar welche, die schön aussehen und gut riechen! Wenn jeder unserer Anhänger uns Material für eine Handvoll dieser schickt, wäre die Grundsicherheit der Höhle gewährleistet.


    Carmi verzog ihr Gesicht. "Ich glaube, Aggas Halbgötter wären nicht so glücklich, wenn diese Verteidigungsanlagen am Ende noch anfangen zu blühen. Aber wir kennen da ein ähnlich effektives Mittel, um unsere Feinde zu Opfern zu machen. Ansonsten stimme ich mit Dir überein. Uns würde eine Handvoll dieser Anlagen auch für den Anfang reichen."


    Der Halbgott des Windes kam nun langsam in Fahrt: "Wir benötigen auch ein Gelände, auf dem wir unsere Krieger ausbilden können!"


    Carmi nickte zustimmend. „Wir sollten uns nicht mit einem einfachen Trainingsgelände zufrieden stellen. Die Ausbildung der Krieger müsste schneller vonstatten gehen können! Zumindest für die erste Ausbaustufe benötigen wir die Rohstoffe und Arbeiter. Und die Nahrung, die man benötigt, um den Betrieb dieser Ausbildungsstätten für einen Monat zu gewährleisten. Das wird gerne vergessen."


    Slavomir runzelte nachdenklich die Stirn. „Um zu verhindern, dass die Eisgöttin und ihre Gehilfen die Lieferungen überfallen oder unsere Höhlen ausrauben, wenn Ware zu früh darin liegt, sollten die Krieger den Ankunftszeitpunkt in die Phase legen, in der die Wahrscheinlichkeit eines Zwischenfalles mit ihr am Geringsten ist!"


    "So soll es sein. Dann können wir nur noch auf die Loyalität unserer Anhänger warten und hoffen, dass so viele wie möglich uns diese Hilfe zukommen lässt." Carmi nickte noch einmal zustimmend, bevor sie sich erhob und im Schnee verschwand.

    Die Eisgöttin hatte ihre Bärenfelle abgelegt und saß nur in ein Wolfsfell gehüllt in der Höhle im weißen Gebirge der Hoffnug, die sie als ihren Basisstandpunkt ausgesucht hatte.
    Enzio schien die Wärme – solange man Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt so bezeichnen kann - nichts auszumachen.
    „Wie schaffst Du das nur? Du bewegst Dich bei dieser Hitze völlig unbehindert. Ich habe keine Kraft, mich laugt diese stickige warme Luft völlig aus. Und es ist gerade mal Eisigkeit. Das heißt, die wärmere Jahreszeit kommt noch, vor allem der wärmste Monat im Jahr. Dieser bringt zwar den Anhängern dieses "Meine lieben Kindchen" - Schleimers ihre größen Ernten ein, ist aber gleichzeitig auch meine Achillesferse, in der mir die beiden Brüder ernsthaft schaden könnten. Uga und Agga dürfen das nie herausfinden. Ich glaube, es ist am Besten, wenn wir für die Dauer dieses Monates unsere Aktivitäten ruhen lassen und uns in die höchsten Gletscherzonen des schwarzen Gipfes der Einsamkeit zurückziehen. Geschwächt durch dieses Wetter wäre ich bei einem Angriff der beiden Brüder verwundbar, das sollten wir vermeiden."


    Enzio nickte wortlos und begann, die Vorkehrungen für ihren Aufbruch zu treffen.

    Es ist vollbracht, Uga und Agga sind durch die Oden von Euch Spielern befreit.


    Hier nun die Auflösung der Quest. Die Oden mussten nämlich bestimmten Anforderungen entsprechen, die wir im Questtext verschlüsselt hatten. Diesmal standen die Hinweise nur im Text des Questaufrufes selber, aber in Zukunft kann es auch passieren, dass ein oder zwei Ankündigungen vorher mal etwas steht, was für eine Quest wichtig ist.


    Das Storyteam war begeistert von der hohen Zahl der Einsendungen und möchte sich an dieser Stelle schon einmal bei Euch für die zahlreiche Teilnahme an der Quest bedanken!


    Nun aber zur Auflösung.



    Zitat

    Betet, meine Freunde, schreibt Oden und ruft Eure Götter an,


    Als erstes muss hier gesagt werden, dass eine Quest nur im Spiel stattfindet. Sie hat nichts mit dem Forum zu tun, Lösungen im Forum wurden nicht bewertet. Dies wird für alle Questen gelten, es sei denn, wir verlangen es explizit.
    Die Götter ruft man ganz einfach an, in dem man ingame eine Nachricht schreibt. Auch wenn sie nicht auf der Karte zu finden waren - wie auch, sie waren ja in ihrem Gefängnis - sind sie ja dennoch da gewesen und konnten angeschrieben werden.


    Wie aber weiter unten noch einmal erklärt, werden wir auch die richtigen Lösungen werten, die an die Halbgötter gesendet wurden, allerdings wird da die Belohnung geringer ausfallen.


    Zitat

    In diesen Oden sollten diejenigen Wörter klar und deutlich erklingen, welche die Säulen Ihrer Macht bilden.


    Mit den Säulen der Macht waren die 4 Elemente gemeint, die zu den jeweiligen Halbgöttern gehören.
    Also bei Uga: Leben, Wind, Licht, Wasser
    Bei Agga: Feuer, Erde, Schatten, Ärodünamik


    Und nein es gibt keine Extrapunkte für das kunstvolle Einbinden des Wortes Ärodünamik.


    Klar und deutlich: Naja, unter dem Aspekt der künstlerischen Freiheit haben wir ein paar leichte Abweichungen gelten lassen.



    Zitat

    stärkt auch euren Halbgott, den ihr anbeten wollt in dieser Ode,


    Also muss ein Halbgott des jeweiligen Gottes genannt werden.



    Zitat

    ... in dem Ihr mindestens so viele Zeilen vortragt, wie die Sonne unseres Tales Monde benötigt, um wieder am Startpunkt ihrer Reise am Firnament zu sein.


    Das Uga-Agga Jahr hat 10 Monate = 10 Zeilen
    Zum Glück war es nur eine Mindestbegrenzung, das heißt dass die Oden mit 12 Zeilen auch zählen :D



    Zitat

    Aber bedenkt, dass Ihr nur einem Gott gegenüber überzeugend auftreten könnt.


    Klar, nur einem Gott eine Ode senden.



    Zitat

    Bis zum Ende des Monats Brrunfhd, dem Höhepunkt des "Sommers" müssen die Götter genug Kraft geschöpft haben.


    Brrunfhd war gestern, deswegen endete die Quest heute nacht um 24 h.



    Zitat

    Wir Halbgötter werden den stärksten Glauben mit einem besonderen Geschenk entlohnen!"


    Hier müssen wir ehrlich gestehen, wir wollten eigentlich die schönsten Oden jedes Halbgottes extra belohnen. Beim Durchlesen der ersten Lösungen wurde uns aber klar, dass diese Wertung sehr subjektiv ist und bei der Arbeit, die sich viele gemacht haben, wäre eine solche Wertung unfair.


    Deswegen wird die Belohnung in wie folgt ausfallen:
    Wer erkannt hat, dass er an die Götter schreiben kann, bekommt die vollstädndige Belohnung.
    Wer an die Halbgötter geschrieben hat, bekommt nur einen Teil der Belohnung.
    Sie wird den Gewinnern zukommen, sobald die Götter in ihre Höhlen zurückgekehrt sind.

    Re: Das Gefängnis der Götter


    Als sich wahrer Glaube den Weg durch die Magie des Gefängnisses bahnte, erhoben sich Uga und Agga gleichzeitig und atmeten tief durch.
    "Ah, sie haben einen Weg gefunden uns zu kontaktieren!" rief Uga über das Knistern der die Kristallkugeln umhüllenden Magie.
    MEINE TREUEN ANHÄNGER SIEGEN ÜBER JEDEN FEIND, DIE STÄRKSTE MAGIE WIRD SIE NICHT AUFHALTEN! brüllte Agga in einer Pose, die jede seiner Statuen in den Schatten stellt
    Uga rollte mit den Augen und betrachtete die Barriere, deren pulsierendes violettes Funkeln im Kampf gegen die eindringende Kraft der Oden schon seit Tagen immer stärker wurde. Jedesmal, wenn wahre Glaube es schaffte, sie zu durchdringen, stoben bunte Lichtblitze über das ganze Tal. Die aus Eis bestehende Kristallkugel, die aus Eis bestanden, begann zu bröckeln, und immer größere Brocken brachen aus ihr heraus und verglühten in der Atmosphäre des Tales . Bis auf einmal, pünktlich zu Beginn des Uga-Monates, das violette Leuchten der Magie erlosch und die Kristalklugel entgültig zerbarst.



    Einige Zeit später folgten Uga und Agga dem Weg durch Zeit und Raum, den ihre Halbgötter ihnen wiesen. Nach einer kurzen freudigen Begrüßung setzten sich die beiden Götter mit ihren Halbgöttern zusammen. Auch die Preispiraten waren anwesend und schilderten kurz die Situation.
    Aggas Blick war leer und Uga wußte nur zu gut, dass er an seinen Sohn Enzio dachte, der den Streit der Zeitalter offensichtlich endgültig zu einem Ende führen wollte und dabei vor wirklich nichts zurückschreckte.


    "Kyrah hat natürlich einen Vorteil. Dies ist ihre Heimat und wir sind noch geschwächt von unserer Gefangenschaft. Es war ein Glück, dass ihr uns so schnell gefunden habt, Eskaler!" sprach Uga nachdenklich.
    "Danke Uga, aber wir müssen schnell handeln! Eure Halbgötter sollen Eure Gefolgsleute für ihre Treue belohnen, denn die Säuberung des Tals zeigt, dass Kyrah ihre Pläne schnell voran treibt!" antwortete Eskaler.


    Uga sah Agga an und sprach: "Mein Bruder und ich werden unsere treuen Diener entlohnen! Gebt uns einige Monate um die Sitaution zu beurteilen, dann werden wir sehen, wie wir uns am besten gegen die Gefahr der beiden aufstellen!"
    Uga lehnte sich zurück und lächelte verschmitzt. "Ich brauche jetzt ein paar Tage in denen ich mich meiner Rettung und dem Glauben meiner Anhänger erfreue und einfach nur den Sonnenschein genieße!"

    Re: Das Gefängnis der Götter


    Im Tal breitete sich langsam Unruhe aus. Viele Anhänger hatten ihre Götter in ihren Oden angerufen, aber bis jetzt gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich ihre Anstrengungen gelohnt hätten. Im Gegenteil, die Umwelt, in der sie gelandet waren, schien immer unwirtlicher und unheimlicher zu werden. Es begann in den Nächten, als sich seltsame, bunte Lichtschleier am Himmel zeigten. Zuerst waren diese nur sehr schwach zu erkennen, aber von Tag zu Tag wurden sie intensiver, so dass sie inzwischen für geübte Jägeraugen auch tagsüber am Firmament zu erkennen waren.

    Ode an die Götter


    Slavomir sass als Sprecher für die Halbgötter Ugas an einem großen Tisch und wurde von Kirkalot, der rechten Hand Aggas, mißtrauisch beäugt.
    "Verehrte Halbgötter, ich brauche euch nicht auf die Gefahr hinweisen, die von Kyrah und Enzio ausgeht. Sie haben es geschafft eure Herren zu verbannen! Kyrah hat euch nicht mit guten Absichten in ihre alte Heimat geführt. Doch jetzt haben wir Preispiraten einen Weg gefunden wie wir die magische Barriere durchdringen können!" sprach Eskaler.



    Nachdem Thundor das Vorgehen erläutert hatte schüttelte Slavomir lächelnd den Kopf.
    "Wahrer Glaube triumphiert über dunkle Magie? Kann es so einfach sein?"
    "Wenn wahrer Glaube der Schlüssel ist, dann wird Agga in Windeseile in Noktardem einmarschieren und Kyrah die Stirn bieten!" rief Kirkalot.
    "In Windeseile...?" spottete Slavomir.


    Eskaler beschwichtigte die beiden Halbgötter und sprach:
    "Wir haben eine Steinplatte mit den Anforderungen an eure Gefolgsleute verfasst, bitte verteilt diese so schnell wie möglich!"
    "In Windeseile!" grinste Slavomir.



    Auf der Steinplatte stand geschrieben:


    „Eskaler, wir haben sie aufgespürt! Sie haben sich in der Zeit rückwärts bewegt und sind an einem Ort ihrer alten Macht. Sie sind im Tale Noktardem!“ berichtigte Thundor seinem Anführer.
    Eskaler sah auf die Steinplatten und überflog die Berichte. „Hmm, das ist schlimmer als ich befürchtet habe. An diesem Ort ist ihre Macht unbändig stark. Wir müssen verhindern, dass sie sich wieder zu alter Stärke aufbaut.“


    Thundor antwortete: „Unsere Zahl ist zu klein, die Preispiraten können ihr nicht entgegen treten, schon gar nicht mit Enzio dem Halbgott der Zeit an ihrer Seite.“ Eskaler schwieg eine Weile. „Alleine können wir nichts ausrichten. Seit vielen Zeitaltern beschränken wir uns auf ihre Verfolgung und Aufspürung. Wir Preispiraten sind keine Kämpfer, wir müssen Verbündete finden, die für unsere Sache in den Kampf ziehen - nach Möglichkeit natürlich aus eigenem Antrieb!“


    Thundor wartete bis Eskaler weiter sprach. „Wir müssen unsere alten Verbündeten an unsere Seite holen. Wir müssen Uga und Agga befreien! Es bliebt keine andere Möglichkeit, es muss uns gelingen!“ Thundor erwiderte resignierend: „Wir haben das Gefängnis der Götter in der Kristallkugel aufgespürt, aber wir können die schützende Magie nicht durchdringen. Alle Versuche waren bisher hoffnungslos! Auch die Halbgötter hatten bisher keinen Erfolg, wie Du weißt.“


    Eskaler nickte bekümmert.
    „Wir müssen einen Weg finden! Wir müssen uns mit den Halbgöttern beraten!“

    Re: Das Ende der Reise


    Zurück im Zeitstrom:


    „Ah, das ist er!“ Die Umgebung der Gedanken veränderte sich und sie rasten auf einen Untergrund zu, der auffällig massiv aussah.
    Kyrah stieß einen gedanklichen Schrei aus, der sich urplötzlich in einen lauten hörbaren Ton des Entsetzens änderte.


    „Wir sind da!“ sagte Enzio stolz.
    „Wo?“ rief Kyrah leicht verwirrt.
    „Da! Und wir sind endlich wieder in unseren Körpern!“ Kyrah blickte an sich herunter, prüfte ihre Gliedmaßen und sagte: „Ich hab Hunger!“



    Etwa zwei Stunden später nach dem Genuß eines hastig gefangenen Schneehasen sassen die zwei an einem lodernden Feuer und unterhielten sich über ihre neue Umgebung.
    „Und siehe Enzio, die Ödnis der verlorenen Seelen ist ein unwirklicher Ort, und ach dort oben erhebt sich majestetisch neben dem Weißen Gebirge der Hoffnung der Schwarze Gipfel der Einsamkeit. Es ist wunderschön wieder am Orte meiner Jugend zu sein.“
    Enzio blickte sie stolz an, als sie erwiderte.


    „Schon bald werden die Anhänger der beiden falschen Götter dem Ruf folgen. Sie dachten in Thoka wäre es kalt gewesen? Ha! Dies hier ist meine Heimat, hier herrscht der ewige Winter!“ Kyrah sah mit feuchten Augen dem Gipfel entgegen.
    „Sie alle werden ihre Götter vermissen und erfahren, dass sie verlassen worden sind! Voller Zweifel und Hoffnungslosigkeit werden sie sich der einzig wahren Göttin zuwenden! Enzio, wir beide werden über dieses Tal herrschen! Wir werden unsere Armeen aufbauen und wenn die Zeit der endgültigen Rache gekommen ist werden wir Uga und Agga aus ihrem kleinen Gefängnis befreien und ihrem nutzlosen Leben ein Ende bereiten!“


    Kyrahs Blick verhärtete sich.
    „Diesmal werden mir die Preispiraten mit ihrem mächtigen Artefakt nicht dazwischen funken! Diesmal wird meine Rache vollkommen!“

    In einem Strom aus Raum und Zeit:


    In einem Zustand ohne Hier und Jetzt und ohne Körperlichkeit und Materie bewegten sich zwei Gestalten vorwärts ihrem Ziel entgegen.
    Genau genommen bewegten sie sich gar nicht, sondern nur ihr Geist. Ihre Reise trug sie auch nicht vorwärts ihrem Ziel entgegen, sondern rückwärts, aber mit diesen Dingen beschäftigten sich die zwei körperlosen Gedanken gegenwärtig nicht.


    „Sind wir bald da? Wie lange dauert es noch?“ bohrte eine unangenehm gelangweilte Frauenstimme. „Wann sind wir endlich in Noktardem?


    Mit sichtlich genervter Stimme antwortete ein Mann: „Zeit ist irrelevant, denn wir kommen früher an, als wir gestartet sind! Und bitte hör auf zu Fragen, es erfordert einige Anstrengungen den Zeitstrom zu beobachten und vor allem dann den richtigen Ausstieg zu erwischen!“


    Enzio wandte seine Konzentration wieder dem Zeitstrom zu und Kyrah lehnte sich in Gedanken zurück und versuchte zu schlafen.
    Ein schwieriges Unterfangen für einen körperlosen Geist...




    In einer anderen Zeit an einem anderen Ort:


    ICH VERSPÜRE EIN UNBÄNDIGES VERLAGEN NACH DEN QUALEN ANDERER LEUTE; ES MUSS KURZ VOR DER NACHMITTAGSOPFERUNG SEIN! grummelte Agga.
    Uga sah entnervt in das Schneetreiben und wünschte sich, dass Agga endlich mal den Mund halten könnte.
    „Wie oft willst Du das noch sagen? Wir sitzen hier seit was weiß ich wann fest! Alle Versuche dieses eisige Gefängnis der Kristallkugel zu verlassen sind bisher fehl geschlagen! Das Tale Thoka ist offensichtlich Geschichte. Wir können ohne unsere Anhänger selbst unsere Halbgötter nicht erreichen. Es scheint keinen Weg zur Flucht zu geben und Du redest von irgendwelchen grausamen Ritualen.“


    MIR IST EBEN LANGWEILIG! ICH BIN DEINER GESELLSCHAFT ÜBERDRÜSSIG, BRUDER! VIEL LIEBER WÜRDE ICH IN KLEINEN SCHARMÜTZELN UND GROSSEN SCHLACHTEN DIR GEGENÜBER TRETEN!


    „Kyrah hat uns mit Hilfe von Deinem Sohn Enzio hierher verbannt und Du denkst immer noch an Deine kleinen albernen Brüderstreitigkeiten. Du bist wirklich unverbesserlich!“ erwiderte Uga in einem oberlehrerhaften Tonfall. „Wenn wir niemanden erreichen, der uns einen Ankerpunkt außerhalb dieser Kugel geben kann, so werden wir hier weiter die endlose Zeit verbringen müssen!“


    Ein Schatten zog über Aggas Gesicht bei der Nennung seines Sohnes. Sichtlich bereitete es ihm große Qualen.
    MEIN SOHN!
    Aggas Blick wanderte in die Ferne und er sagte für eine lange Zeit nichts mehr.

    Kurzes Update.


    Ende der Aktion ist das Ende der aktuellen SR.


    Ohne genaueres über den Endtermin der SR zu wissen, setzte ich als letzten Abgabetermin
    Ende November!


    Die bisherigen Einsender dürfen sich schonmal einen Namen für ihre Starthöhle in R8 überlegen. ;)


    Überarbeitungen Eurer bisherigen Grafikpacks mit den aktuellen Neuerungen sind natürlich mehr als willkommen! :top:

    Da jetzt Nebrot eine offizielle Ankündigung geschrieben hat
    http://www.uga-agga.de/
    können wir hier auch ein paar Fakten schaffen.


    Eure Grafikpacks könnt ihr in der Schnellrunde ausgiebig testen.


    Da die Schnellrunde bis etwa Ende August/Anfang September laufen wird, gilt als neues Abgabedatum:


    26. August



    Ein Extra-Forum wird von unserer Seite nicht eingerichtet.
    Dies solltet ihr bei Bedarf untereinander klären.


    Als Diskussionsplattform könnt ihr natürlich dieses Diskussionsforum oder Jerichos Bilderschmiede verwenden.


    Eine alternative Belohnung wird es voraussichtlich nicht geben.

    Zuerst einmal freuen wir uns über Euer zahlreiches Interesse. :top:


    Ein erstes Style von Sir Dragon ist sogar schon eingegangen. :top:



    Die Frage nach der Testmöglichkeit ist natürlich berechtigt.
    Wir werden uns intern besprechen wie die beste Lösung dafür aussieht.


    Der Endtermin mit dem 08.07. ist deswegen nicht als fix anzusehen, da wir natürlich allen die Möglichkeit geben wollen ausgiebig zu testen und vielleicht den ein oder anderen Template zusätzlich zu bearbeiten.


    Der Abgabetermin wird neu festgesetzt, sobald eine Testmöglichkeit zur Verfügung steht.



    @ Jim: Der Ort für die Frage ist hier genau richtig. ;)


    @ R3W3: Da ich kein offizieller Mod bin, belasse ich es bei Ermahnungen. :rolleyes:

    Liebes Talvolk,


    das UA-Questteam bietet in Zusammenarbeit mit den Göttern einen kleinen aber feinen Grafikpack-Style-Kontest.


    Wir wissen, dass unter den Spielern verschiedene selbst erstellte Grafikpacks kursieren, einige davon wurden auch schon hier im UAF vorgestellt.


    Vielleicht gibt es dort draußen noch einige mehr, oder vielleicht tragen sich schon seit längerem einige Spieler mit der Idee selber einen Grafikpack zu erstellen.


    Dies ist Eure Möglichkeit!



    Anforderungen an die Grafikpacks

      * Für alle drei vorhandenen Templates sind selbstverständlich GPs möglich.


      * Die GPs sollten für Uga Agga Runde 7 erstellt sein.


      * Der Grafikpack sollte sich von den vorhandenen abheben, übersichtlich sein und nach Möglichkeit unter den drei gängigen Browsern (IE, FF, Opera) funktionieren.


      * Es sollten für so viele Einheiten, Erweiterungen, Forschungen und Verteidigungsanlagen wie möglich ein Bild vorhanden sein. Eigene Bilder sind willkommen!


      * Selbstverständlich könnt ihr sämtliche im Standard-GP und alle darüber hinaus im UAF veröffentlichen Bilder verwenden.


      Jericho's Bilderschmiede
      Bitte beachtet das Urheberrecht von Jericho. Die Bearbeitung vorhandener Bilder ist nicht gestattet!



    Regeln des Grafikpack-Style-Kontest

      * Bewertet werden alle eingesendeten Grafikpacks.


      * In die Wertung kommt jeder einzelne für ein Template eingesendeter Grafikpack, dh bei Einsendung für zwei verschiedene Templates oder zwei Grafikpacks für das gleiche Template, werden auch alle einzeln bewertet.


      * Als Jury fungiert das Questteam zusammen mit den Göttern.


      * Es wird ein Sieger/eine Siegerin für jedes Template gekürt. Sollte die Anzahl der Einsendungen unsere Erwartungen übertreffen, behalten wir uns vor mehrere Sieger zu küren.


      Bitte sendet die URL zu Euren Grafikpacks und einen Hinweis zu welchem Template der Grafikpack gehört per PM an
      Ein Chronist.


      Mit der Einsendung gebt ihr Euer Einverständnis, dass wir den Link später im UAF veröffentlichen dürfen!
      Bitte erwähnt in der PM ausdrücklich, wenn ihr damit nicht einverstanden seid! Teilname ist dennoch möglich.


    Einsendeschluss ist der 26.August 2007



    Dem Sieger oder der Siegerin winkt als Belohnung die Umbenennung der Starthöhle in der neuen Hauptrunde.


    Wir freuen uns auf Eure Einsendungen und wünschen viel Spass!

    Das Ritual: Der Anfang vom Ende ist das Ende vom Anfang


    Wieder hatte sich das Zeitportal in dem Blendstein manifestiert.
    Enzio und Kyrah ließen sich von dem Lärm der Zeit nicht mehr aus der Ruhe bringen. Vor ihnen sahen sie eine weite schneebedeckte Landschaft.
    "Meine Heimat. Oh Enzio, Du bist wahrlich der Herr über die Zeit. Du hast ein echtes Wunder vollbracht! Lass uns den letzten Schritt gehen und in meiner alten Heimat das Tal nach unserem Gedünken formen.“


    Enzio blickte ihr erschöpft in die Augen.
    "Ich selber war mir nicht sicher, aber nun haben wir es tatsächlich vollbracht. Mit dem nächsten Schritt bewegen wir uns vorwärts in die Vergangenheit!“


    Alle Besitztümer hinter sich lassend durchschritten die beiden Hand in Hand das Zeitportal. Zurück blieb ein blinder Blendstein und eine kleine Höhle, die nur vom Schein einer einsamen Eiskugel erhellt wurde, in der zwei schemenhafte Gestalten ihren Weg nach draußen suchten.






    Unterdessen steigt im Tal das Wasser unaufhaltsam. Die Höhlenbewohner bringen ihre Habseeligkeiten in Sicherheit, aber die tief liegenden Höhlen drohen, bald in den Fluten zu versinken.


    Das heißt im Klartext: Ab morgen versinken am Wasser gelegene Höhlen und werden unbewohnbar.

    Das Ritual: Jeder Anfang hat ein Ende


    Wieder gingen Enzios Kommandos im Lärm der Zeit unter.
    Kyrah rührte in einem riesigen Bottich über dem flackernden Feuer und versuchte die auf der Flüssigkeit schwimmenden Augen des Pestvogels zu ignorieren.
    "Jetzt die Gallenblase des Aasgeiers!“


    Enzio fühlte den Zeitstrom und begann ihn nach seinen Wünschen zu formen. Unter seinen flinken Händen wandte sich die Zeit und versuchte seinem Druck zu entkommen.
    "Ich beschleunige die Zeit noch einmal, dann sind wir so gut wie durch.“ rief Enzio der völlig erschöpften Kyrah zu.

    Das Ritual: Überwindung von Grenzen


    "Wie lange muss ich noch diesen Schlitzfedrigen Aasgeier abwehren?“ schrie Kyrah sichtlich verzweilt.
    Enzio hieb mit einem riesigen Pendel einer Uhr auf einen Pestvogel ein und rief: "Ich hatte Dir gesagt, dass es nicht einfach wird die Organe der ausgestorbenen Spezies zu erhalten! Ich kann Dir nicht sagen wie lange das Zeitportal geöffnet bleibt, die Zeit ist trügerisch und unberech...“
    Das Portal schloss sich und der Blendstein sah wieder unberührt aus. Nur diverse Kadaver zeugten von dem bis grade tobenden Kampf gegen einige Urzeittiere.


    "Wir haben die Grenzen überwunden. Auch im Tale Thoka sind einige Grenzen gefallen, die Häuptlinge werden die Auswirkungen spüren! Jetzt müssen wir die Kadaver ausweiden und einige wichtige Organe zur Opferung vorbereiten.“


    Kyrah blickte voller Abscheu auf den toten Aasgeier.
    "War das die letzte Überraschung, oder hast Du noch mehr auf Lager?“

    Das Ritual: Schwingungen der Zeit


    "Achte auf den Zeitspiegel, jetzt siehst Du den Kampf gegen die Natur! Beeindruckende Schlachten wurden damals geschlagen!“ brüllte Enzio über den Lärm der Zeit.
    Die Eisgöttin hatte längst den Blick für den Blendstein verloren. Zu beschäftigt war sie auf Enzios Anweisungen hin das Feuer zu schüren, Flüssigkeiten zu vermengen oder einfach nur den riesigen Gong der Zeit zu bedienen.
    "Und jetzt den Schildkrötenpanzer!“ schrie Enzio während er auf einer Sonnenuhr tanzend die Schwingungen der Zeit wahrnahm.


    Aus seinem monotonen Gemurmel war ein "Mehr Schwefel!“ zu hören, als der Spiegel plötzlich schwarz wurde. Der Lärm der Zeit ließ nach und Enzio stieg ruhig von der Sonnenuhr und sagte zur sichtlich mitgenommenen Eisgöttin.
    "Es ist vollbracht, die zweite Phase ist vollendet. Wir haben die Voraussetzungen geschaffen den Zeitstrom zu verändern.“