Thoka - Ein Wintermärchen

  • Thoka - Ein Wintermärchen


    Ein kalter Wind weht über die kargen, steil abfallenden Hänge des imposanten Gebirgszuges, der die Wüstenregionen Saramaris gegen das im Nordosten liegende Tal Thoka abgrenzt. Auf seinem weiteren Weg überquert er zuerst Geröllwüsten und Krüppelwälder, bevor er mit seinem eisigen Hauch das Wasser der in den Tundren und Schneefeldern gelegenen Seen und Flüsse bewegt.


    Man merkt deutlich, dass die Berge zugleich eine Wetterscheide sind, denn den Wanderern, die sie durchschreiten, scheint es, als ob die Temperatur mit jedem Schritt, den sie nach Norden setzen, merklich fällt. Doch trotz der widrigen Bedingungen gibt es Leben im neuen Tal, in das die Götter gerade ihr Weg führt. Die Bäume und Sträucher sind zwar spärlicher und kümmerlicher als in der alten Heimat, doch bieten sie der heimischen Fauna anscheinend genügend Nahrung zum Überleben.


    Auf den ersten Blick scheint es ein ganz normales, winterliches Tal zu sein. Doch der aufmerksame Wanderer merkt alsbald an den ungewöhnlichen Fährten im Schnee, dass in dem Tal auch Unbekanntes die eisige Luft atmet.


    Unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze war es nicht zu erkennen, doch die hagere Gestalt lächelte.
    "Gut gut, es entwickelt sich alles wie ich es vorhergesehen habe. Die Zwei brechen in den Winter auf. Thoka wird der nächste Schauplatz des Kampfes sein." Der Blick der Kapuze schweifte über drei aufmerksam lauschende Gesichter.
    "Auch ihr müßt nun aufbrechen, jeder zu seiner Bestimmung. Sie wird die Zwei beschäftigen, aber wir müssen unsere Vorbereitungen treffen.