Q1: Der Schamanenblick in die Knochen

  • Zufrieden lachte Enzio als er auf die Berichte seiner Schatten blickte. Ja, es war vorausschauend als er vor Wochen die seine Späher ins Tal schickte. Seine Schamanen hatten schon vor Dekaden aus den Knochen die Zahl "13" gelesen - bis heute wusste niemand was mit dieser Deutung anzufangen.


    Er hatte eine Mutter. Ein unglaublicher Gedanke - und: sie lebt! Immer wieder hatte Enzio das Gefühl gehabt, das sein Vater ihm Teile der Familiengeschichte verschweigt. Doch wen kümmert es - welcher Gott hat schon eine Familiengeschichte? Doch jetzt ....


    "Herr, die Bewohner des Tal begehren auf - sie haben uns den Krieg erklärt"


    Enzio lachte lauthals auf - "Sollen sie doch - es wird ihnen nichts nutzen. Wir werden jede Unterstützung brauchen, die wir kriegen können. Dieses Tal wird geräumt bis zum letzten."


    Mit diesen Worten schmiss Enzio eine neue Handvoll Knochen auf seinen Altar. Erschreckt schrie er auf. "Schnell Krieger - der nächste Angriff - wir müssen uns beeilen. Niemand wird bei der Suche nach meiner Mutter fehlen!". Enzio wartet nicht mehr darauf, das sein Krieger reagiert - mit einen Blick auf die Knochen rannte der Herr der Zeit selbst los um seinen Schatten den nächsten Angriffsbefehl zu geben. Zurück blieb nur ein kleiner schmutziger Altar mit einer Handvoll Knochen.


    [IMG:http://www.lumpifixvagabundus.de/pics/r13q1.jpg]


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  • Re: Q1: Der Schamanenblick in die Knochen


    „NEIN, SIE KOMMEN SCHON WIEDER“-„RENNT“- „FEUER“ – „DER HIMMEL STÜRZT HERAB“ – „AGGA –HILF UNS!“ – „FLIEHT“ – „FLIEEHT“ – „FLLIEEEHHHTTTTTT!!!!“


    Schweiß gebadet wacht der Schamane von EXTRA unter einem vertrockneten Busch auf. Gott sei Dank, nur ein Alptraum. Immer noch hängt der Brandgeruch der zerstörten Höhlen in der Luft. Das Tal Tetrakys wurde endgültig zerstört, seine Bewohner rennen zerstreut in alle Winde ziellos herum. Wer waren diese Krieger, wer hat sie geschickt und vor allem: warum? Tapfer hat die Stammesarmee an jeder noch so kleinen Ecke gekämpft aber trotz 324 gewonnener Höhlen mussten auch sie sich geschlagen geben und die Flucht antreten. Flucht - doch wohin?


    Tetrakys gibt es nicht mehr, verschlungen vom Nichts wie viele anderer Täler vor ihm auch. Doch diesmal war es anders. Keiner weiß, wohin er sich wenden soll. Keiner weiß, wie es weitergeht! Der Schamane lässt, wie jede andere schlaflose Nacht, wieder und wieder die Hinweise durch den Kopf gehen. Ihm ist klar, dass dies seine wichtigste Aufgabe ist. Ein Ziel der Reise MUSS gefunden werden. Doch diesmal gilt es nicht, irgendwohin Rohstoffe oder Einheiten zu senden, niemand kann angegriffen werden und auch hilfreiche Artefakte sind nirgendwo zu finden. Und doch, irgendwo muss es doch ein Hinweis auf den Namen des Ziels geben.


    Der Schamane ist sich sicher, dass derjenige, der das Ziel findet, mit großen Reichtümern belohnt werden wird. Unruhig schmeißt der Schamane erneut Knochen vor sich in den Sand um in deren Bedeutung zu lesen. Knochen? Da war doch was. Schnell facht der alte Mann sein Lagerfeuer an und fingert sich ein halbverbranntes Leder aus dem Wanst. Ganz aufgeregt fängt er an zu deuten und jeder, der ihn aufmerksam beobachtet weiß, dass er nicht mehr gestört werden darf bis die Lösung gefunden wurde!

  • Re: Q1: Der Schamanenblick in die Knochen


    "Hier sind sie", schrie ein Späher am späten Abend.


    Aufgeregt rannten die ehemaligen Talbewohner zu den Rufenden - und erstarrten als sie in das kleine, abgelegene Tal blickten: 1.000de von verendeten Kadavern, Lasttieren, Ponys und Spürhunden. Alle niedergemetzelt. Sie lagen dort in der Sonne und begannen bereits zu verwesen. Ein übler Geruch von Verwesung hang in der schwülen Abendluft.


    "Hier sind sie", schrie der Späher erneut und erschien kurz darauf mit 15 überlebenden Ponys. "Dies sind die einzigen, die es geschafft haben. Und sie sind markiert: Zehn von ihnen gehören Tobe und die anderen fünf Messias! Das ist sicherlich die göttliche Belohnung dafür, dass Sie unser Reiseziel erraten haben und die Knochenreste von Enzio deuten konnten!"


    Sinistrum Tredecim - dorthin geht unsere Reise - nun lasst uns aufbrechen, ein weiter Weg liegt vor uns !!