I. Der Schrei

  • "Aaaaaarggggg..:"


    Ein Schrei schallt durch die Luft und ward im ganzen Tal zu hören.


    Uga sitzt gerade in einem Blumenbeet und wählt sich, ganz in Ruhe, einen Strauß besonders lieblicher und wohlriechender Blumen aus. Dieses Arrangement soll die Grundlage für den Salat zum Abendessen sein.


    Der Schrei lässt Uga innehalten. Verwundert und nachdenklich schaut er suchend in den Himmel. In diesem Moment stürzt Agga herbei. Mit seinen mächtigen Füßen steht er im Blumenbeet und schaut auf seinen sitzenden Bruder. „Du hast die Stimme auch erkannt?“ fragt er.


    „Es ist lang her und viele Erinnerungen werden wach. Wir wissen beide was dies bedeutet!“ antwortet Uga ruhig und bedächtig. Er richtet sich auf, schaut Agga in Gesicht und fährt fort: „Wir müssen ihr helfen. Der Schrei von Gira verheißt nichts Gutes!“


    Gira“ antwortet Agga, „diesen Namen habe ich Dekaden nicht mehr gehört. Ich hoffte, Sie schon lange vergessen zu haben.“


    „Oheim, Vater, wer bitte ist diese Gira?“


    Enzios Stimme klang klar und laut durch den Garten. Er war unbemerkt von hinten an die beiden Götter herangetreten und hatte ihr Gespräch belauscht. Agga drehte sich blitzartig herum, starrte seinen Sohn mit einem leichenblassen Blick direkt in die Augen und stammelte: „Ich muss unsere Truppen sammeln – dein Onkel wird es Dir erklären.“. Agga kehrte sich um, schaute Uga noch einmal an, seufzte tief und rannte aus dem Garten.


    „Wir werden weit reisen müssen. Wir werden kämpfen und wir werden jeden unserer Helden brauchen!“


    „Wer bitte ist Gira und wieso sollten wir dieser Frau helfen?“ fragt Enzio erneut


    Uga wendete sich von Enzio ab, schaute Agga hinterher der schon am Horziont kaum mehr erkennbar war. Dann öffnete er langsam seinen Mund und die folgenden Worte schallten übers Tal, ließen jedermann erschauern:


    Gira, sie ist Deine Mutter!“