Gemeinsamkeiten

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Beitragvon Ein Chronist » 27.02.2007, 11:07

Zu Gast bei Uga


Als Agga den prunkvollen Sitzungssaal in Feebles Wasserschloss betrat, richteten sich 5 Augenpaare auf ihn. Uga war überrascht über die Erscheinung seines Bruders, konnte aber nicht zuordnen was genau sich verändert hatte.
Uga erhob sich.
„Bruder! Sei gegrüßt! Es freut mich, dass Du meiner Einladung nun doch gefolgt bist! Wie ich sehe bist Du alleine gekommen. Welch überaus große Geste des Vertrauens!“

UNSERE KLEINEN SPIELCHEN INTERESSIEREN MICH NICHT MEHR! ICH BIN HIER, WEIL ES WICHTIGE DINGE ZU BESPRECHEN GIBT. WICHTIGER ALS DU DIR AUSMALEN KANNST! antwortete Agga mit klarer Stimme.

Während Agga sich setzte und Uga zu seinem Platz lief, übermannte ihn die Erkenntnis. Die Augen!
Aggas Augen waren verändert! Sie waren nicht tiefschwarz, von Nebeln durchzogen oder brennend vor Feuer. Sie waren klar. Uga schüttelte das beängstigende Gefühl ab.

Agga blickte kurz in die Runde von Ugas Halbgöttern und begann ohne Umschweife.
PAFFI IST TOT!! ERMORDET!!

Die Halbgötter schnappten nach Luft, rangen um Fassung. Uga fiel in sich zusammen und widmete ein innerliches Gebet der Seele Paffis. Schließlich fand Uga wieder Worte und bat Agga die Umstände zu erläutern.
Agga berichtete von Paffis Fernbleiben, von den Vermutungen, vom Bau des Feuerthrons und schließlich vom Schmieden des Talismans des Ewigen Feuers.
MEIN BRUDER, BEI ALL UNSEREN KÄMPFEN UND BEI ALLER RIVALITÄT, ICH WEISS, DASS DU NIEMALS ZU SO EINER TAT IM STANDE GEWESEN WÄRST. NICHT EINMAL ICH KÖNNTE EINEM DEINER HALBGÖTTER... er blickte in die Runde NEIN, NICHT EINMAL ICH!!

Uga und seine Halbgötter hatten den Ausführungen gelauscht.
„Ich weiß, dass Dir unsere Anteilnahme nicht viel bedeutet, aber lass Dir gesagt sein, dass wir allerhöchsten Respekt vor Paffi hatten und sein Leben ehren werden. Ich weiß, dass Du Paffi als Deinen Ziehsohn erachtet hast, nachdem Enzio sich von Dir losgesagt hatte und schließlich seinen eigenen unergründlichen Weg der Zeit gegangen ist.

ICH DANKE DIR. Sagte Agga völlig untypisch. DU WEIßT WAS DER TOD VON PAFFI BEDEUTET!! ES GIBT JEMANDEN, DER MÄCHTIG GENUG IST EINEN HALBGOTT ZU TÖTEN!! ICH KANN DIR BISHER NICHT SAGEN, OB ES SICH NUR UM EINEN KOMPLOTT GEGEN PAFFI ODER GEGEN MICH HANDELT, ODER OB SICH DIESE MACHT GEGEN UNS BEIDE STELLT!! Agga blickte in die Runde.
ABER ICH HABE ERSTE MAßNAHMEN EINGELEITET, UM LICHT IN DAS DUNKEL DIESER GESCHICHTE ZU BRINGEN!!
IN DIESEN STUNDEN BEREITET FIRAK EINE FALLE VOR!! ER HAT MIT SEINEN SPÄHERN KREATUREN AUSGEMACHT, DIE IM SCHNEE UND IM EIS HERUMSCHLEICHEN. FIRAK WIRD MIT HILFE MEINER GEFOLGSLEUTE DIESE WESEN STELLEN, UND ICH WERDE SIE EINGEHEND BEFRAGEN!!
Über Aggas Augen huschte ein Feuersturm, der in der nächsten Sekunde wieder erloschen war.
UGA, ICH BRAUCHE DEIN WISSEN UND DEINE ERKENNTNISSE!! WAS HAST DU IM TALE THOKA BEMERKT? HABT IHR KONTAKT ZU DIESEN KREATUREN? WISST IHR ETWAS ÜBER DEN UNSICHTBAREN FEIND? UND VOR ALLEM: WAS IST AUS NICKNEHM GEWORDEN??

Uga blickte Agga tief in die Augen und sah zum allerersten Mal nichts als Vertrauen.
„Mein Bruder, ich hatte Dich eingeladen, weil wir beunruhigende Nachrichten erhalten haben. Sie decken sich zum Großteil mit Deinen Ausführungen! Slavomir ist einer Kreatur begegnet. Aber sie sind weder einheimisch, noch für den Mord an Paffi verantwortlich! Aber sie haben interessante Informationen und eine noch interessantere Aufgabe! Doch dies sollen Nebrot und Slavomir selber berichten!“
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Beitragvon Ein Chronist » 27.02.2007, 22:31

Slavomirs Begegnung


Nebrot erhob sich und begann zu berichten.
„Wie Du weißt, habe ich schon vor Eurem Eintreffen in diesem Tale gelebt. Ich war hier um meine unter Nicknehm begonnenen Studien über das Leben fortzuführen. Noch zu Zeiten von Samarari suchte mich mein Lehrmeister Nicknehm auf, um mich vor unbekannten Gefahren zu warnen und mich zu bitten, seinen Platz an Ugas Seite einzunehmen. Seine Nachforschungen treiben ihn in die entferntesten Gegenden. Wir haben seit geraumer Zeit keine Nachricht mehr von ihm erhalten.“ Nebrot ordnete seine Gedanken.
„Sowohl Nicknehm als auch ich haben im Schnee und Eis eine Macht wahrgenommen. Bisher war sie immer schlafend, ohne Bewußtsein, doch jetzt ist eine Veränderung eingetreten. Ich fürchte die Macht ist erwacht! Diese Befürchtung hatte ich bereits seit einiger Zeit, aber erst mit Slavomirs Zusammenkunft mit den Neuankömmlingen wurde es Gewißheit!“ Nebrot winkte Slavomir seine Geschichte zu berichten.

Slavomir erhob sich ebenfalls und berichtete.
„Ich war auf einem Ausritt auf Hilde, meiner Lieblingsrennschnecke als sich plötzlich mehrere Gestalten zu mir gesellten. Sie waren genauso schnell wie meine Hilde!“ Slavomir schüttelte immer noch voller Unglauben den Kopf.
„Sie suchten ein Gespräch und so hielten wir an, um uns in Ruhe zu unterhalten. Sie kannten mich, wußten wer und was ich war und baten um eine Audienz bei Uga. Zuerst wollte ich natürlich die Informationen hören, um zu beurteilen, ob ich dafür Uga vom Rosen schneiden ablenken sollte. Wie Du weißt ist Uga mit seinen Rosen sehr eigen..."
Agga blickte ungeduldig zu Uga und dieser verstand sofort.
„Slavomir, bitte fass Dich kurz!“

„Ja, natürlich.“ Slavomir seufzte. „Wie sich herausstellte waren die Informationen von höchster Wichtigkeit. Diese Wesen sind auf der Suche nach einem verborgenen Schatz und einer verborgenen zerstörerischen Macht. Sie haben bereits verschiedene Gegenden durchwandert und Informationen zusammengetragen. Dieser Schatz spielte ihren Legenden zufolge eine wichtige Rolle im ersten Kampf gegen diese unbekannte Macht, in der sie zurückgeschlagen Aber nicht besiegt wurde. Schließlich waren sie auf einer ihrer Reisen Nicknehm begegnet und sie erkannten die Gemeinsamkeit ihrer Suche.“
Slavomir sah zu Nebrot herüber, fuhr dann aber selbst fort.
„Nicknehm schickte diese Wesen zu uns, um uns vor dieser Macht zu warnen und unsererseits nach diesem sagenumwobenen Schatz zu suchen. Der Schatz scheint seit Jahrhunderten unter Tonnen von Schnee und Eis begraben zu sein, aber Nicknehm hat noch mehr berichtet. Diese Kreaturen erzählten von einer Verschwörung! Die hier heimische Macht soll sich mit fremden Kräften fernab dieses Tals verbündet haben.“
Er holte kurz Luft um seine Worte stärker zu betonen.
„Wir sind uns sicher, dass dieses Bündnis nur ein Ziel hat: Den Sturz von uns Halbgöttern und schließendlich auch von euch Göttern!“

Agga sah Uga an und überlegte laut.
„WIE ES AUSSIEHT, HABEN WIR EINEN GEMEINSAMEN FEIND!“
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Beitragvon Ein Chronist » 28.02.2007, 21:05

Der Händler


Die Runde der Götter und Halbgötter diskutierte über das weitere Vorgehen.
„Ja Agga. Ich werde Dich bei der Falle für die Schneeschatten, oder wie immer wir diese Wesen nennen wollen, unterstützen! Es scheint mir eine brauchbare Maßnahme zu sein, mehr über unseren Feind herauszufinden. Vor der Art und Weise der Informationsbeschaffung verschließe ich dieses eine Mal die Augen!“

Agga nickte. SIE WERDEN NICHT UNNÖTIG LEIDEN!!
Uga wußte es besser, sagte aber nichts.
„Wir müssen unsere Informanten unterstützen, sie suchen schon so lange nach dem Schatz, dass sie jeden noch so kleinen Anhaltspunkt wesentlich besser erkennen als jeder von uns! Wir müssen ihnen Zugang zu unseren Gefolgsleuten verschaffen, sie in die Truppen unserer Anhänger schleusen, damit sie direkt im Tale unauffällig Informationen sammeln können.“

Trubatsch meldete sich zu Wort.
„Und da liegt ein Problem. So wie wir mit den neuen Informationen unseren Feind einschätzen, ist er detailliert über die Vorgänge im Tal informiert. Wir können nicht einfach unsere Informanten unter unsere Gefolgsleute verteilen. Dies wäre viel zu auffällig und würde unseren Gegner alarmieren! Es könnte fatal sein, wenn wir unser Wissen früher als notwendig offenbaren. Feeble, Nebrot und ich haben da eine sehr gute Idee!“
Er sonnte sich kurz in der Aufmerksamkeit!
„Wir benutzen einen völlig neutralen über jeden Zweifel der Parteilichkeit erhabenen Mann, der im ganzen Tal für seine Integrität bekannt ist. Ich habe mir erlaubt ihn einzuladen.“


Die große Tür schwang auf und ein viel zu modisch gekleideter Mann trat mit etwas bedächtigem Schritt herein. Sein Blick erforschte die große Halle, ruhte immer wieder auf den vielen Kostbarkeiten und endlich auf den Göttern als er näher trat.
Eine angedeutete Verbeugung legte nahe, dass dieser Mann keinen der Götter als seinen Herrn ansah.

„Seid gegrüßt, oh Ihr Götter. Die Herren Götter haben mich um ein Gespräch gebeten?“ intonierte Skali mit seiner gewohnt melodischen Stimme.
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