Der Hilferuf
Zwei Karawanen von je zwanzig Köpfen durchwanderten das Tal in verschiedener Richtung, auf der Suche nach einer Bleibe und guten Geschäften. Aufgebrochen im Tal Saramari, dem Ruf Ugas und Aggas folgend begaben sie sich in eine ungewisse Zukunft in den ewigen Winter.
Angekommen an ihren neuen Heimstätten fanden sie nichts als Trostlosigkeit vor. Schnee und Eis bedeckten den Ort, der einmal von bunten Treiben und fröhlichem Gefeilsche erfüllt sein soll. Kein Feuer brannte, keine Schlafplätze waren bereitet, kein Lager und auch kein Versteck für die Vorräte waren errichtet.
Ihre eigenen Vorräte waren durch die lange Reise aufgebraucht, dem Gefolge fehlte die Kraft die Höhle herzurichten. Einige Nächte erholsamen Schlafes am Feuer und sie würden diese Heimstätte zu einen gemütlichen Treffpunkt für Handelreisende machen.
Völlig Verlassen von Kraft und jeder Hoffnung wendet sich der Anführer an das Tal:
„Verehrte Talbewohner! Ich bitte um Eure Gnade und Eure Gaben! Mein Gefolge und ich benötigen Hilfe beim Ausbau unserer Heimstätten. In meiner Verzweifelung bitte ich Euch nun uns mit den nötigen Rohstoffen auszuhelfen. Seid Euch gewiß ich werde jeden einzelnen wohlwollend belohnen, der mir in dieser schweren Stunde behilflich ist!“ sprach er mit erschöpfter Stimme. „Ein Feuer zum wärmen, Nachtlager für mein Gefolge, ein Lager und in dieser ungastlichen Welt ein kleines Versteck für unsere Rohstoffe, mehr erbitte ich wirklich nicht von Euch!“
Der Mann setzte sich, blies warmen Atem in seine kalten Hände. „Die Karawane mit der ich gewandert bin befindet sich in der Region Undurchdringlicher Schattenwald vor der Höhle Hirtenlenz, meine Partner frieren in der Region der Finsterwald und hofft vor der Höhle Tragenwein auf Eure milden Gaben. Bitte sendet uns die Hilfe, wenn ihr könnt!“



