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Die große Wiese in Ugas himmlischem Lustgarten ist festlich geschmückt. In den Bäumen hängen kleine gelochte Steinkugeln, in denen abwechselnd winzige Metallspäne und Eichenholzstückchen ein schönes Licht verbreiten. Auf großen Steinbrocken sind leckere Speisen aufgetischt und in großen Fässern genug Met für alle Gäste.
Neben dem Höhleneingang steht ein prunkvoller Altar, verziert mit Stevemütterchen und Rosenstauden. Rund um die Wiese stehen Katapulte und neben jedem zwei Brandstifter mit brennenden Fackeln. Hinter den Katapulten reihen sich Brandpfeilschützen mit gezückten Bögen und brennenden Pfeilen auf. Überall gruppieren sich Steintische mit Hockern davor. Amazonen huschen umher und verteilen zusammen mit den Predigerinnen duftende Blumen und Gewächse, während die Knüppelkrieger einen Panzerwagen unter scharfer Aufsicht einiger Amazonen herrichten. Vor den Panzerwagen sind sechs Schättländponys gespannt, ebenfalls reich geschmückt mit Blumen und anderen dornigen Gewächsen.
Aus Ugas Höhle dringt schwaches Licht unter einem Vorhang hervor und man hört leise Stimmen. Eine schwarze Katze schleicht um den Höhleneingang, kleine Babybrontos toben zwischen den Beinen ihrer Mütter umher bis Agga sie mit einem Blick zur Ruhe bringt. An dem Altar stehen Agga und Uga, leise miteinander redend. Eine Knüppelassassine schlüpft durch den Vorhang, gibt den Brontosauriern ein Zeichen und huscht dann leise zu den beiden Göttern hinüber. Die anwesenden Gäste versuchen ein paar Wörter aufzuschnappen, doch schon eilt sie weiter zu einem Zelt und verschwindet darin. Auch dort erhellt das Feuer im Inneren ein wenig die Umgebung.
Die lauschenden Gäste setzen ihre Tätigkeiten fort und immer mehr strömen auf die große Wiese. Uga wirft einen wissenden Blick in die Runde, nickt seinem Bruder zu und geht hinüber zu seiner Höhle.
So langsam treffen auch die anderen Gäste ein. Die Schnecken als erstes, ihnen folgen die Faustkämpfer, die den ekligen Schleim hinter ihnen wegwischen. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, als Scharen von Fledermäusen, Hufeisennasen und Drachenseglern auftauchen. Auf einem Hügel tauchen Büsche und Bäume auf – die Gebüsche und Eichenbaumhirten sind also auch eingetroffen. Am Boden raschelt das Laub, als sich die Termiten, Würmer, Maulwürfe und Opossums versammeln. Graue Köter lassen sich zwischen den Bäumen nieder, Lasttiere mit Bergen von Geschenken werden von den Berserkern in ein Gehege geführt und dort von Barmanus abgeladen. Aufgeregte Flattermänner hüpfen ungeschickt zwischen den Gästen hindurch. Steinbrockenkegler tragen große Tabletts mit Kelchen voller Met umher, das meiste verschütten sie, weil sie sich geweigert haben, ihre Steinkugeln abzulegen. Die Eichenholzschützen und Bogenschützen stehen auf einer kleinen Anhöhe, die Mammuts davor, auf ihr Zeichen wartend. Immer mehr Busse, Kornspeicher und Stahlwagen transportieren Gäste, Geschenke, Speisen und Getränke zur großen Wiese.
Plötzlich wird es still. Ein paar geschwätzige Faustkämpfer haben Ugas Auftritt scheinbar nicht bemerkt, sie werden von einem Obeliskenriesen in den Weiher geschubst. Agga geht hinüber zu dem Zelt während Uga sich seiner Höhle zuwendet. Der Alte Mann tritt hinter den Altar und legt eine kleine Steinplatte vor sich. Eine Amazone bringt ein dickes Stück Fell, auf dem zwei kunstvoll verzierte Ringe liegen. Der eine etwas größer als der andere schimmern sie golden. Die Gäste sind ganz leise, als Uga den Vorhang seiner Höhle beiseite zieht und ein junger Mann begleitet von einem Schwefelberserker an Ugas Seite tritt. Langsam gehen die 3 zum Altar und drehen sich zu dem Zelt.
Agga weiß, wie gespannt die Menge ist, wartet länger, als es nötig gewesen wäre und zieht dann den Vorhang des Zeltes beiseite. Heraus tritt eine junge Frau, in ein vollkommen weißes Fell gehüllt, ihren Schleier aus dem feinen Flaum der Flattermänner hält ein Bogenschütze, Agga greift nach ihrer rechten Hand. Die Mammuts trompeten aus Leibeskräften einen langsamen Marsch, während Agga die junge Frau zum Altar führt.
Der Alte Mann hebt die Steinplatte und schaut langsam in die Runde, lächelte dem Brautpaar zu und spricht langsam und leise. „Wir sind heute hier versammelt, um eine magische Verbindung zwischen Gut und Böse zu schaffen, temperamentvoll, aber genauso liebevoll. Wir werden heute Zeuge einer Bindung ganz besonderer Art. Hier trifft das klare Wasser auf die hohe Kunst der Ärodünamik. So frage ich dich, Feeble, treuer Gefährte Ugas, möchtest du die hier anwesende Carmi zu deiner angetrauten Frau nehmen, sie behüten und ehren, ihr Heim und Feuer bieten, bis dass der Tod euch scheidet?“ Feeble nickt und strahlt die junge Frau an seiner Seite an. „Und so frage ich auch dich, Carmi, ergebene Dienerin Aggas, möchtest du den hier anwesenden Feeble zu deinem angetrauten Mann nehmen, ihn ehren, schützen und sein Feuer immer schüren, bis dass der Tod euch scheidet?“ Auch Carmi strahlt und nickt. Der Alte Mann greift zu dem dicken Fellstück und reicht den beiden die Ringe. „Somit erkläre ich euch - kraft des mir durch Agga und Uga verliehenen Amtes - zu Mann und Frau.“
Unter lautem Getöse der anwesenden Gäste tauscht das frisch getraute Brautpaar die Ringe und einen Kuss, während die Brandstifter die Katapulte mit leuchtenden Schwefelklumpen abfeuern und die Brandpfeilschützen ihre brennenden Pfeile gen Himmel schießen und die Mammuts dazu ihr Lied trompeten.
Und so feiern noch alle, von Klein bis Groß, mal abgesehen von den zahlreichen Unfällen zwischen den Riesen und den Würmern.