Offtopic:
Um die Geschichte des Tals auch nach dem Verlust der alten OGF -Steintafelbibliothek für die Nachwelt festzuhalten, gibts hier nocheinmal auf Wunsch die genaueren Begebenheiten um die Vernichtung Purzels, so wie ich sie erlebt habe und mit meinen bescheidenen Fähigkeiten in Stein meißeln konnte.
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Ontopic:
Purzel und der Kreis des Todes
Nebel umgab ihn.Ein riesiger alter Baum, der den Anbeginn aller Zeiten gesehen haben mag wuchs vor dem jungen Krieger gen Himmel. Auch nach all den Jahrhunderten wirkte das Holz, wo es unter dem Moos hervorguckte, kraftvoll und frisch. Wäre es nicht ein Zeichen der Ewigkeit so wäre Anathema mit seinen Gedanken schnell dabei gewesen sich vorzustellen welch vortreffliche Knüppel sich daraus hätten machen lassen. Dieser profane Gedanke brachte ihn zurück zu der Frage wo er sich eigentlich befand. Nebel umschloss ihn, nur der Baum war zu sehen. Wo war er ? Wie war er hier hergekommen ? Was sollte er hier ? Er kämpfte die Panik nieder, als ein Surren die Luft erfüllte . . . es wurde lauter. . . ein Pfeil ! Er wollte aufspringen...Deckung suchen... sein Schwert ziehen... zu all dem kam er nicht. Unfähig seinen Körper zu bewegen spührte er wie sich der Pfeil seinem Kopf näherte und . . . ihn verfehlte ! Ein lautes Knacken und Krachen war das letzte, was Anathema hörte ... bevor er erwachte.
Es war die Nacht nachdem AGGA verkündet hatte, das es sein Wunsch und der Befehl an seine Jünger sei den Schoßbrontosaurier seines verweichlichten Bruders uga zu vernichten und dessen Halsband zu entwenden. Die Felle, die Anathema trug waren getränkt von Schweiß und so erhob er sich um vor die Höhle zu treten und tief Luft zu holen und die Felle zu wechseln bevor er sich noch ein, zwei Stunden Schlaf gönnen wollte. Er trat vor die Höhle und erstarrte! Kurz vor den Wällen, an denen seine Krieger patroulierten stand er, der riesige Baum, der ihm in seinem Traum gefesselt hatte. Was hatte das zu bedeuten ? Was war das für eine Teufelei ? Träumte er noch immer ? Hatte er zu viel Met getrunken oder zu tieg an der Pfeife mit dem leckren Kraut von den Südhängen gezogen ? Unmöglich ! Der scharfe Luftzug und die klirrende Kälte auf seiner Haut zeigt ihm deutlich, das er nicht träumte und seine Sinne waren zu wach um berausht zu sein. Bis in die frühen Morgenstunden sinnierte er über die Bedeutung dieses Traumes bis er, als das Licht über den Horizont stieg in seine Höhle zurückkehren wollte. Plötzlich ein Krachen! Er fuhr herum dieses Knacken! Nicht zum ersten Mal hörte er dieses Geräusch in dieser Nacht. Es war jenes Geräusch, das das letzte war, seinen Traum begleitete. Es hatte ihn aus dem Schlaf gerissen und nun hörte er es wieder. Sein Blick raste durch das Lager auf der Suche nach dem Ursprung dieses Geräusches... da war es wieder ! Und wieder! Sein Blick wanderte von den früh aufgestandenen Jägern, die Felle gerbten über die Steinmetze, die eine neue Vorratshöhle in den Fels gruben und verharrte schließlich auf einer Gruppe der Holzfäller, die über einen großen Baum gebeugt standen. Ihn überkam die Erleuchtung. Es war das Geräusch wenn die Holzfäller mit ihren Äxten krachend durch die Moosschicht ins Holz einschlugen. Er sprang auf und stürzte zum Baum. In der Höhe seines Kopfes begann er die Moosschicht vom Baum zu reißen und fand vor sich ein gähnendes dunkles Loch im Baum. Vorsichtig griff er hinein und fand ein ledernes Bündel. Schnell nahm er es an sich und brachte es in seine Höhle. Erst dort traute er sich, es zu öffnen. Behutsam schlug er die Häute auseinander und fand beschriebende Steinplatten, die aus den vorherigen Zeitaltern stammen mussten. Sie trugen das Siegel seiner Ahnen! Er las die Schrift auf der obersten Platte. "Die Nacht in der kein Licht war - Der Sturm auf Ugas Sommerresidenz" ...
Am nächsten Tag ritt Anathema auf seinem Säberlzahntiger zur Stammesversammlung, die anlässlich der Nachrichten AGGA's einberufen worden war. Die Tafeln aus vergangenen Tagen hatte er wieder in die Häute eingeschlagen und führte sie stets bei sich. Angekommen auf dem Treffen versammelten sich alle Häuptlinge und Amazonenen um eine große runde Tafel. "Ich hatte eine Vision", sprach Anathema. "Im Traum offenbarte man mir einen Ort, an dem diese Tafeln die Äonen überdauerten. Dies kann kein Zufall sein. Es ist die Bestimmung des Stammes zu Handeln!" "AGGA ruft uns zur Pflicht!" rief Völli. "Bringen wir ihm das Tuch des reudigen Köters! Hasi, du und Azrael ihr seit in der Nähe seines Lustgartens. Ihr habt die besten Möglichkeiten Ugas Heim zu verwüsten und seinen Purzel zu vernichten!"
"Die Waffe heben gegen Uga, den Gott, dem ich diene ?" rief Hasi, " so etwas kann ich nicht tun!" Gemurmel brach aus am Tisch.Viele beteten zum Gott der Schöpfung und waren nicht begeistert vom Vorschlag ihm zu schaden und zu vernichten, was er so liebte.
Langsam erhob sich Anathema von dem großen Stein, auf dem er bisher gesessen hatte und sprach: " Ich habe die Tafeln meines Ahnen gefunden durch ein Zeichen des Schicksals. Es ist unsere Bestimmung zu handeln und dieser Bestimmung können wir nicht entfliehen. Ihr, die ihr Uga dient. Niemand verlangt von euch eure Hand gegen euren Gott zu erheben. Ist es nicht Uga, der von seinen Gläubigen Brüderlichkeit und Nächstenliebe verlangt? Ist es dann nicht vollkommen legitim und im Sinne Ugas, wenn ihr euren Gefährten und Freunden eure Truppen sendet, damit diese ihr Glück finden ? So folgt dem Wunsch und dem, was euer Gott euch predigt in dem ihr Freunden helft, wenn sie darum bitten und niemand muss seinen Gott erzürnen oder verraten."
"So sei es", sprach Völli. "Es ist mein Wunsch, meinem Gott diesen Dienst zu erweisen. Seinen Heerführer nannte er mich und nun will ich ein Heer führen und ausziehen um Tod und Vernichtung über ugas Hort der Dekandenz zu bringen und das Tuch zu AGGA zu bringen. Ich bitte euch als Freunde mir zu helfen. Mit dem Wissen der Vergangenheit, das die Tafeln Anathemas uns offenbaren sollte es uns gelingen Ruhm und Ehre für den Stamm zu erringen und das Geschöpft, das einem verweichlichten Gott Freude bereitet zu vernichten." So geschah es und wie schon vor Äonen begann der Heerführer damit den Bewohnern einer Höhle unweit Ugas Lustgarten mit Geschenken und guten Worten die Höhle abspennstig zu machen. Seine Geschenke allein hätten wohl nie gereicht, denn verwöhnt waren die Bewohner, ob ihrer Nähe zum Gott der Schöpfung und Nächstenliebe und ihres fruchtbaren Bodens. Mit den Gaben seiner Stammesbrüder und -schwestern jedoch reichten seine Geschenke um die Gunst der Bewohner zu erringen.
Zur selben Zeit war es an den Häuptlingen des Stammes Truppen zu trainieren und Armeen auszuheben und dies taten sie!
Nach Tagen des Wartens, der Truppenausbildung und des Feilschens um die Höhle war es so weit: die Basis für ein Heerlager unweit des dekadenten Lustgarten Ugas war in der Hand des "Circle of Death" und stand unter Völlis Kommando. Mit Hilfe einiger Stammesgenossen begann dieser nun gewaltige Lager zu errichten und Nahrung einzulagern für die Truppen, die kommen würden um ihren Dienst zu tun und AGGA ihre Ehre zu erweisen. Als der Mond am Himmel immer schmaler wurde und die Nächte immer dukler wurden war es endlich so weit. Die Lager waren errichtet und mit Korn gefüllt. So erging der Ruf des Heerführers Truppen zu entsenden um ihn in seinem Kampf zu unterstützen. Gewillt AGGA zu dienen und uga zu schaden schickten die einen und mit dem Wunsche ihrem Gefährten zu helfen die Anderen. Völli, der auf einem Hügel stand und die Truppenbewegungen der Region verfolgte waren die Gründe gleich. Wenn es darauf ankam würde es egal sein, ob der Häuptling, der die Krieger ausgebildet hatte sich dem Leben, der Luft oder dem Wasser oder was auch immer verschrieben hatte. In dieser einen Nacht, in der der Mond nicht aufzugehen schien, war all dies egal. Diese eine Nacht galt allei dem Tod und der Vernichtung !
Trommeln !
Es war der monotone Klang dumpfer Trommeln, der durch die Nacht drang und Tier wie Mensch hinter Baum und Busch den Atem anhielten ließ. Ein gigantisches Heer zog durch die Nacht, zu tausenden gruben sich die Füße der Krieger im Takt der Trommeln ins lockere Erdreich und wie ein gewaltiger Wurm sich durch die Erde gräbt, so walzte das Heer des Circle of Death durch die Nacht. An der Spitze des Heerwurms marschierten die Häuptlinge des Kreises, jene die den dunklen AGGA anbeteten und denen es eine EHRE war ihm auf diese Art zu dienen, aber auch jene, die sich noch keinem Gott zugewandte hatten. Die Krieger in den hineteren Reihen erzählten sich flüsternd, das auch einige jener gekommen waren, die Uga ihren Herrn nannten um ihren Freunden zu helfen und dem Stamm Ruhm und Ehre zu bringen. Nicht zu entdecken waren diese, denn in dunklen Mänteln, wie die Bettler, die die Stärke des Feindes berichteten marschierten sie in den Krieg. Grimmig und in freudiger Erwartung waren die Gesichter der Recken die ihrer Bestimmung entgegen stürmten. Ein letzter Hügel wurde genommen als Völli, gehüllt in schwarzes Leder und an Stelle eines weiteren Panzers nur ein metallernes Amulett des Neumonds um den Hals, die Hand gen Himmel riss und das Heer verharrte. Im Tal zu ihren Füßen lag sie, die Höhle, die Uga einen Lustgarten nannte. Lieblich gestutze Büsche und Bäume und wäre Licht gewesen in dieser dunkelsten aller Nächte, so wären alle Diener Ugas verzückt gewesen, ob der Farbenvielfalt in denen die Blumen blüten. Bäume standen auch innerhalb der Wälle und versperrten den Platz zum Arbeiten, gestutzt nur um dem Auge des Betrachters zu schmeicheln. Bäume die gute Knüppel abgegeben hätten oder im Feuer einen ganzen Stam hätten wärmen können. Gearbeitet hatte hier lange niemand mehr. Dies war einzig allein ein Ort der Lüste und schönen Künste. Doch dies würde sich ändern, noch diese Nacht. Füßen scharrten, Waffen wurden fester gehalten, das Blut kam in Wallung, die Welt um sie herum schien die Bedrohung zu spühren, denn kein Lüftchen regte sich in diesem Moment als Völli in sich ging. Er schloss die Augen und es schien als verweile nur sein Körper noch in dieser Welt. Dann kehrte das Leben in ihn zurück und dies verhieß den Tod. Ein gewaltiger Schrei, wie ihn kein sterblicher zu formen mag verließ sein Mund und erschütterte die Welt um sich herum. AGGA selbst hatte durch ihn gesprochen und dies war das Zeichen das die dunkelste aller Nächte nun ihrem Höhepunkt entgegenstrebte.
Wie ein Mann setzte sich das Heer in Bewegung und ihre Rufe und Schmähungen wieder dem Licht durchzogen die Nacht. Auch jene, deren Häuptlinge ihr Leben der Schöpfung wimdeten waren erfasst vom Blutrausch den die Nacht versprühte und waren blind vor Zorn und Blutgier. Entwurzelte Büsche, zerbrochene Sträucher, zertrampelte Blumen diese waren die ersten Opfer, die diese Nacht forderte, doch bei weitem nicht die letzten.
Auf der großen Grasfläche, die sich hinter den äußeren Gartenanlage anschloss wurde die Armee erwartet. Etwa anderthalbtausend Streiter des Lichtes stellten sich zwischen die nahende Flut der Vernichtung und den großen Brontosaurier, der mit seinem rosa Tüchlein um den Hals so manchem Diener AGGA's würgen lies. Gut trainiert und ausgerüstet waren die Streiter ugas, doch verweichlicht und feige waren sie worden, in der Zeit, die sie an diesem Ort verbracht hatten. Die undurchdringliche Dunkelheit, die Zahl der Feinde, ihre überirdische Entschlossenheit und das marternde Geräusch der Trommeln, all dies waren Fragmente deren Ganzes der blutige und qualvolle Tod Purzels Beschützer war. Wie eine tötliche Flut, die sich ins Tal ergießt strömten die Krieger des Circle of Death über das Feld und erschlugen die Wächter. Es war mehr als nur ein Kampf es war ein Schlachtmahl und berauscht vom Blut waren die Kämpen des Kreis und ihre Häuptlinge. Es war ein Laut voller Angst, der über das Schlachtfeld ihr Ohr gelangte. Purzel witterte sein Ende und dieser Laut riss auch einige Recken aus ihrem Rausch. Mit kräftigen Hieben wurden noch eilig die Köpfe und Körper der jeweiligen Gegner zermalmt und dann eilten etwa zwei dutzend der tapfersten Krieger und Kriegerinnen zu dem gigantisch großen Brontosaurier. Langsam und vorsichtig kreisten sie ihn ein, er war nun isoliert, aber trotz seiner Natur als Ugas Schoßbronto noch immer so kraftvoll und gefährlich, das nur der dumme Kämpfer unachtsam gewesen wäre und dumm war keiner von ihnen. Immer enger zogen sie den Kreis und es sollte für Purzels Ende sein. In diesem Kreis des Todes bäumte er sich ein letzes Mal auf. Sein Schwanz peitschte über die Angreifer hinweg.Durch AGGA's Segen gelang es dem flinken Honk sich rechtzeitig zu ducken und damit sowohl dem Hieb zu entgehen, als auch einen tiefen Schnitt mit seiner Klinge im Schwanz des Brontos zu hinterlassen. Markerschütternd war der Schrei, den Purzel ausstieß, als nun seine Todeskampf endgültig begann. ElDiablo spannte seinen großen Bogen und zielsicher wie Sirat selbst fand sein Pfeil das Ziel. Mit einem schmatzenden Geräusch schlug sein Pfeil in das Auge des massigen Tieres ein und raubte ihn für einen Moment die Sinne. Ein Speer kraftvoll geworfen von VeryInsane traf Purzel in der nun ungeschützten Flanke und im selben Moment stürzten von allen Seiten die Krieger des Kreises auf ihr Opfer ein. Keulen und Klingen, Pfeile und Speere alles wurde in die flanken des wunden Tieres gerammt und ging auf ihn nieder. Vor Schmerz und Angst wand sich Purzel, doch sein Schicksal war besiegelt. Erschöpft sank sein Kopf gen Boden und in diesm Moment war Völli zur Stelle. Mit einer gewaltigen Axt schluug der Heerführer zu und trennte knapp unter dem Halstuch Purzels Kopf von dessen Rumpf! Stille ! Nur das Sprudeln des Blutes, das aus Purzels Rumpf floss, sowie sein langsam verstummender Pulsschlag war zu höhren. Auch die letzte Kampfhandlungen drüben auf der Wiese waren erstorben. Der Tod des Brontosauriers hatte beendet, was nur duch die Geschlossenheit des Kreises möglich geworden war. Der Cirlce of Death hatte im Namen AGGA's uga's Lieblingsgefährten erschlagen und nur wenige Stunden später sollte auch das Halstuch auf dem Weg zum dunklen Herrscher sein. Noch lange in dieser Nacht begossen die Krieger und Kriegerinnen ihren Sieg, bevor sie am nächsten Morgen in ihre Höhlen zurückkehrten um sich vorzubereiten auf die Dinge die da kommen mögen. Denn das Schicksal des Kreises schien nun unweigerlich mit dem des Tales verbunden. Nicht ungesühnt würde ihre Tat bleiben, doch ebensowenig wehrlos war der Circle of Death und wie ein Kreis existiert auch der Stamm nur durch die enge Verbundenheit seiner Mitglieder, die sie am Ende aller Zeiten zum endgültigen Triumph führen würde.

