Die Sigurd Saga....

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Die Sigurd Saga....

Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:20

Tja, hiermit möcht ich mal loslegen und eine Fortsetzungs Geschichte publizieren, welche ich schon seit einiger Zeit in unserem Stammes Forum schreibe. Vorweg wäre ich froh, wenn ihr für Kommentare(fals es den solche geben wird ;)) einen extra Thread erstellen würdet, damit der Lesefluss hier nicht unterbrochen wird. Auserdem wäre es lästig zwischen den einzelnen Teilen immer erst lang scrollen zu müssen ;)
Entschuldigen möchte ich mich für die manchmal etwas seltsame Form, ich schreibe die Geschichte im Editor um sie dann hier reinzukopieren, weswegen manchmal ein par Absätze verhaun werden :)
Im Vorraus möcht ich auch gleich sagen, dass es ab und zu ein Stück dauern kann, bis ein neuer Teil erscheint, da ich oft Zeitdruck oder einfach keine Lust habe :D. Wann die Geschichte zuende ist weis ich nicht, da ich die einzelnen Teile immer "instand" improvisiere, also schluss is dann wenn ich mich (irgendwann) mal in eine Sackgasse manövriert habe und nichtmehr weiter weis.....wie auch immer :)

Genug nun des Geschwafels so will ich mit dem Gelaber anfangen ;)

Viel Spaß beim Lesen,

Euer Brock
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:20

Kapitel 1: Feuergeburt

An einem kalten Wintermorgen war der junge Sigurd auf dem Feld.
Er musste hart arbeiten, als ein seltsames Geräusch seine Aufmerksamkeit auf sich lenkte...
Kreische wie zehntausend Peitschenhiebe.
Er blickte gen Norden und er sah dunkle Wolken die rasch aufzogen....
doch wer gute Augen hatte wusste....es waren keine Wolken...
es waren Pestfögel.
Aus Angst vor seinem Häuptling zwang sich der junge Sigurd,
trotz der schreienden Wolken weiter zu arbeiten.

Plötzlich vernam er ein weiteres Geräusch.
Er blickte gen Süden
und er sah eine gigantische Flutwelle die über die Hügel hereinbrach
Sigurd erstarrte, fasziniert von dem Anblick der sich Ihm darbot.
Flucht war sinnlos, schnell hatte sich sein Geist mit dem baldigen Tod abgefunden.
Doch wer genau hinsehen konnte, wusste das es keine Flutwelle war....
Es waren Elite Berserker.
Und die Erde erzitterte, das Sigurd auf die Knie geworfen wurde
und Tränen liefen ihm über die Wangen, so überwältigt war er von dem Schauspiel.

Schlieslich vernam er ein weiteres Geräusch...ein Zischen.
Er drehte sich gen Westen und seine Glieder wollten ihm nichtmehr gehorchen,
als in ihm der impuls zu Flucht aufstieg.
Ein Flammenvorhang, der sich im Himmel selbst Verlor.
Eine Feuerwand die alles Verbrante was sich ihr in den Weg stellte.
Doch wer scharfe Augen hatte konnte durch die schillernde Luft und
die züngelnden Flammen blicken und der wusste das sich auf den Hügeln
im Westen unzählige Brandpfeilbogenschützen versammelt hatten.

Vollkommen resigniert und iritiert wollte Sigurd die Augen schließen und sich auf den,
ihn erwartenden, Tod vorbereiten,
als er ein einziges Horn vernahm.
Einen einzigen Ton.
Von klang so rein wie das reinste Metall das ihre Metallschmelzer herstellen konnten.
Und er blickte gen Osten um eine einzige Armee zu sehn, die unter der Aufgehnden Sonne
marschierte und bis zum Horizont und scheinbar zum Ende der Welt reichte.
Sigurd konnte in der Ferne die Siluetten gigantischer Metallener Kolosse erkennen während
in den ersten Reihen berittene Geparde heranstoben und der Himmel von Geschwadern
an Drachenseglern erfüllt war.

Ohren betäubendes Geschrei erhob sich aus allen Himmelsrichtungen
Und der klang des Hornes ging vollends unter.
Die Erde drohte zu zerbersten unter dem urgewaltigem Druck dem sie Standhalten musste.
Jetzt erst konnte Sigurd reagieren, als wäre Agga selbst hinter ihm her rannte er los.
Seine Beine überschlugen sich und er rannte bis er vor bloser Erschöpfung Blut hustete.
Da durchbrach ein stechender Schmerz seinen Rücken.
Hitze überdeckte seine Kleidung und Sigurd konnte spüren wie sich sein Haar kräuselte und
seine Haut begann zu reisen und Blasen zu schlagen, bis ihn schließlich der Schmerz in die
totale Bewustlosigkeit trieb.
Brock
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:21

Kapitel 2: Surtur

Langsam fingen die Gehirnzellen des Jungen wieder an zu arbeiten, doch als er versuchte die Augen
zu öffnen, war ihm dies nicht möglich. Wie verkrustet waren seine Augenlider und weigerten sich,
sich auch nur einen Milimeter zu bewegen.
Nur mühsam kamen seine Erinnerungen wieder zurück und als er sich die letzten Bilder wieder ins
Gedächtnis ruf, war er sich sicher......er war tot.
Ein züngelnder Schmerz auf seinem Rücken belehrte ihn schnell eines besseren.
Mit einem Schlag gelang es ihm die Augen aufzureisen und wie der Peitschenhieb,
der ihn gerade getroffen hatte, wurde er sich seiner Umgebung bewusst.
Er war mit dem Bauch auf einer großen Holzwand festgeschnallt.
Aus dem Augenwinkel konnte er eine große Gestalt erkennen, die voll gepanzert
und mit zwei mächtigen Äxten bewaffnet war. Agga war es also, der gewonnen hatte...
Der zweite Hieb lies ihn beinahe einweiteresmal das Bewusstsein verlieren,
und während sich eine Schwärze in seinem Kopf breit machte und er neben sich
lautes Gelächter wahrnahm wurde er sich gerade noch wirklich bewusst wo er war.
In einer der Marterstätten, von denen sein Großvater ihm erzählt hatte.
Das Gefolge Aggas macht keine Gefangenen....es sucht sich Opfer.
Sein Schicksal war also besiegelt.....so sollte es also enden.....
Sigurd verlor wieder das Bewustsein.

Tag ein Tag aus, Gelächter...Schläge...Hohn und Spott....
Qualen um dem einen zu huldigen, der die Schatten regiert.
Der Junge, den Surturs Männer vom Feld mitgebracht hatten,
erwieß sich als überraschend wiederstandsfähig.
Surtur war das nur recht, je länger sie ihn quälten desto mehr stand
er in der Gunst Aggas.
Er war nahezu entäuscht als er die Marter Stätte erreichte
und den Jungen sah. Es war ein Stecken..
Ein Strich in der Landschaft, nichtmal besonders kräftig.
"Wie lange foltert ihr ihn schon?" "Drei Tage oh mächtiger Häuptling!"
Drei Tage....drei Tage ohne Nahrung, drei Tage folter....
Surtur näherte sich dem Jungen, seine Rücken war von einer einzigen Blutkruste überzogen,
die in der mitte durch die vielen Peitschenhiebe immer wieder aufgebrochen war,
Die Hand und Fußgelenke waren fast bis zum Knochen aufgescheuert.
Surtur packte das Gesicht des Jungen und riss es brutal herum.
"Warum wehrst du dich? Warum gibst du dich nicht dem Tod hin?
Warum? ANTWORTE!" Der Junge reagierte nicht auf das Geschrei des Häuptlings.
Mit einem leisen knurren drehte sich Surtur zu dem Foltermeister um "Du Narr! Dieser Wurm ist schon lange tot!"
"Aber...." Mit einer von normalen Augen kaum realisierbarer Geschwindigkeit zog Surtur die Axt auf von seinem Rücken
und schlug dem Folterer den Kopf ab.
"Die kostbare Zeit....Agga wird sehr erzürnt sein durch diese Unachtsamkeit..."
Ein Parr einfache Diener entfernten schnell die Leiche...
Brock
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:22

Kapitel 3: Wut

Am ersten Tag war es unerträglich gewesen. Die meiste Zeit beherschte Ohnmacht seinen Geist.
Am zweiten Tag war jeder Hieb nur ein Kratzer ein entfernter Schmerz der seinen Geist kaum zu erreichen vermochte.
Am dritten Tag war es verschwunden. Er war immun und eine überwältigende Müdigkeit umnachtete seinen Geist.
Sigurd schlief. Er schlief und träumte von seiner Heimat, von seiner Familie, von seinem strengen Häuptling, von der Schlacht,
sein Gehirn verarbeitete jede vergangene Sekunde seines Lebens bis zum ersten Peitschnhieb der ihm wiederfuhr.
Mit einemal schreckte er auf und erstarrte sofort wieder......er war soeben aufgeschreckt......
Sofort blickte Sigurd sich um, überall Leichen. Der süßliche Gestank verwesendem Fleisches lag in der Luft.
Er konnte sich gerade noch zwischen zwei fettleibigen Körpern verstecken, von denen einer der Kopf fehlte,
und so dem Blick eines vorbeiziehenden Kriegers entkommen. Scheinbar wurde selbst dieser haufen Leichen
bewacht. So musste Sigurd also warten. Er wartete bis in die Nacht und als es vollkommen dunkel war konnte er sich,
ohne von den Wachen bemerkt zu werden in den hinteren Teil der kleinen Höle bewegen, in der die Leichen deponiert wurden.
Hier musste er fürs erste sicher sein. Am nächsten Morgen begann er die hinteren Körper genauer zu untersuchen.
Die meisten waren ehemalige Diener Ugas: Kämpfer, Arbeiter, selbst Priester. So schauerlich es auch war, die
meisten trugen noch sehr nützliche Dinge bei sich. Sigurd konnte einige Beutel mit Trockenfleisch und zwei Schläuche
Wasser finden, die scheinbar einst als Reiseproviant dienen sollten und deren unglückliche Besitzer auf dem Weg
zu einer befreundeten Höle überfallen wurden. Ein Keilwerkzeug, eine zerbrochene Lanze, eine Schleuder und einige Steine.
Sigurd lies sich seufzend auf den Boden sinken und vergrub sein Gesicht hinter seinen Händen. Warum er, warum das alles,
wär er doch nur sofort gestorben....Bilder seiner Familie stiegen in ihm hoch, alles drehte sich, er kippte zur Seite und
übergab sich. Wütent auf seine Situation und sich selbst richtete er sich auf und blieb mit trotzigem Blick sitzen.
Und während er da so saß wurde seine Wut immer größer er schwor sich Rache, Rache für alles was ihm wiederfahren war
Leere machte sich in ihm breit
bis er einzig und allein von dem Gefühl der Wut beherscht wurde......
bis er einzig und allein von Agga beherscht wurde.....
Schließlich begann er zu trainieren, simple Übungen die er bei den Kriegern in seinem ehemaligen Stamm beobachtet hatte.
Stets musste er vorsichtig sein, wär er zu laut gewesen, hätte er die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich gelenkt.
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:23

Kapitel 4: Die Flucht

Als schließlich am vierten Tag mit den Verstorbenen, sein Essen fast vollends aufgebraucht war, hatte er keine andere Wahl
mehr, er bereitete sich auf die Flucht vor. Da es kurz vor dem Winter war musste er sich mit allen Pelzen einkleiden, die er finden konnte,
zumal diese die positvie Nebenwirkung hatten seine Geräusche fast komplett abzudämpfen. Den halben Schlauch Wasser,
eine kleine ration Trockenenfleisch, die er sich für die Reise nach der Flucht aufgespart hatte, sowie die Schleuder und
ein Säckchen mit Steinen befestigte er an seiner Hüfte. Als die Nacht eingebrochen war schlich Sigurd hinter dem
Totenberg hervor, wie jeden Abend schlief eine der beiden Wachen, die andere hatte ihm den Rücken zugedreht.
Sigurd schlich sich an den Schlafenden herann langsam hob er das Keilwerkzeug, es war zwar nicht scharf
aber mit genügend Kraftaufwand würde es reichen um Die Kehle des Kriegers zu zerfleischen. Mit einem unangenehm
lauten Gurgeln sank der Krieger zu Seite. Der zweite drehte sich um doch bevor er auch nur einen Mucks machen konnte,
zerschnitt der Speer die kalte Nachtluft und seine Brust. In gebückter Haltung hastete Sigurd auf die Leiche zu und konnte gerade
noch auf halbem Weg stoppen....ein dritter...ein dritter Mann lehnte Dösend am Höleneingang. So leise wie möglich zog Sigurd
seine Schleuder legte einen Stein in das Ende und begann sie zu schwingen. Ein surrendes Geräusch wurde laut.
Lauter als er es erwartet hatte. Die dritte Wache riss die Augen auf und ihre Pupillen weiteten sich schlagartig.
Sie öffnete den Mund, der Stein flug los, jedes einzelne Stimmband der Wache begann zu schwingen und ein
schauerlicher Schrei erfüllte den Platz der Marterstätte, bis er endlich von einem dumpfen Schlag unterbochen wurde.
Totale Ruhe kehrte ein. Sigurd hielt den Atem an, Schweiß rann über seine Stirn, als schließlich Bewegung einkehrte.
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:24

Kapitel 5: Kontakt

Überall erhoben sich die Häupter von Wachen, Kriegern und Foltermeistern. Sigurd hob den Speer auf und sprintete los, hinaus in die kalte Nacht.
Unmengen von Stimmen wurden hinter ihm laut und vor sich sah er wie sich die Türme erhoben die der Verteidigung dienlich waren.
Schon begannen Steine neben ihm einzuschlagen. Der Junge begann eine Zick-Zack Kurs einzuschlagen doch dies konnte nicht verhindern,
dass ihn ein Stein an der Schulter traf und ihn beinahe von den Füssen gerissen hätte. Mit beinahe übermenschlicher Geschwindigkeit,
von Todesangst getrieben rannte Sigurd er hatte schon die Erdwälle erreicht und versuchte sie rennend und dabei immer wieder
auf alle Viere geworfen werdent zu erklimmen. Seine Verfolger hatten schon den Fuss des Erdwalls erreicht und die Steinschläuderer auf den Türmen
feuerten unablässig weiter, obwohl sie dabei schon mehrere ihrer eigenen Leute getroffen hatten. Ein Speerwerfer hob seine Waffe holte aus und......
hielt inne.... verwirrt blieb Sigurd stehen. All seine Verfolger bewegten sich aufeinmal vollkommen ruhig und entspannt
aber mit selstam stockenden Bewegungen und auf ihren Gesichtern war ein geistesabwesendes Lächeln zu erkennen. Da wurde Sigurd einer Stimme
gewahr, die ihren Gesang erhoben hatte und wäre sein Herz nicht so vollkommen kalt und ausgeräuchert gewesen, er hätte nichts lieber getan als
dieser Stimme zu folgen. Hastig schüttelte er den Kopf um diese wirren Gedanken loszuwerden, seine Glieder begannen zu schmerzen und gegen
jeden anderen Zwang ankämpfend blickte Sigurd zum Gipfel des Erdwalls, wo er eine kleine Ansammlung von Gestalten ausmachte, allen vorran
eine in schwarzer Robe gekleidete Frau in deren Haar kleine Knöchelchen verflochten waren. Sie war es, deren Gesang das Lager erfüllte und einem
das Herz erwärmte und gleichzietig erfrieren lies. Im Hintergrund konnte Sigurd einige Krieger ausmachen, die in seltsamen Leder gehüllt und mit
schillernden Waffen ausgerüstet waren. Sigurd krabelte möglichst ungesehen zur Spitze des Erdwalls und erstarrte
als er auf die andere Seite blicken konnte. Aus allen näheren Hölen strömten die Bewohner herran und versammelten sich auf der Ebene.
Schließlich wendeten sich auch die Gestalten auf dem Erdwall ab und machten sich auf den weg in die weite Ebene und stille Nacht hinaus, die nur
von dem schaurigen Gesang durchzogen wurde.
Viele Tage folgte Sigurd den seltsamen Wesen und dem seelenlosen Gefolge das sie sich "angeschafft" hatten, nie sprachen sie ein Wort
untereinander und stets schienen sie die Sorgen und Bedürfnise des Anderen zu kennen, als ob ihre Geister verbunden wären.
Wieder neigte ein Tag sich dem Ende zu als sie schließlich ein Land erreichten, dessen Erde überall verkohlt war. Unter dem,
von der untergehenden Sonne blutrot gefäbrtem, Himmel erstreckte sich die Einöde und in der Ferne konnte Sigurd überall vereinzelt herumstehnde
Figuren ausmachen. Je näher sie den den Figuren kamen, umso mehr trug der Wind eine schreckliche Vorahnung zu Sigurd. Doch als
sie in Sichtweite kamen wurde jedes einzelne seiner Haupthaare mit einem Schlag schneeweiß, so sehr wurde er von Schreck erfüllt.
Sein Körper verweigerte ihm jeden weiteren Dienst sein Geist drehte sich wie wild im Kreis, er glaubte sein kopf würde jeden Momment expoldieren,
Sigurd drohte dem Wahnsinn zu verfallen.
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:25

Kapitel 6: Kontrolle

So oft hatte er nun schon schlimmsten Belastungen standgehalten, doch nun war sein Wille gebrochen. Nicht länger seinem Gehirn gehorchend
wand sich sein Körper einer der Menschenschlangen , denen er gefolgt war, zu und reihte sich ein. Die folgende Zeit verbrachte Sigurd marschierend.
Meistens schlief er, während sein Körper unaufhörlich in Bewegung blieb, alles erschien wie ein Traum,
bis er am dritten oder vierten Tag plötzlich feststellte, das er aufgehört hatte zu laufen. Er stand nun in einer unwarscheinlich langen Schlange. Eine
der seltsamen Gestalten die er am Abend seiner Flucht gesehen hatte kam in seine Richtng und blieb unweit von ihm stehen. Es waren zwei Männer,
auch wenn Sigurd nur einen hatte kommen sehn. Er hatte schon lange aufgegeben, zu versuchen sie zu zählen, denn ständig änderte sich ihre Zahl.
Einer der beiden hatte einen großen Hammer am Gürtel und trug auf dem Rücken ein Schwert das so seltsam schillerte wie Klauen eines
Säbelzahntigers. Der andere strahlte eine gewisse Autorität aus. Er trug keine erkennbare Waffe auser einem kleinen Dolch am Gurt. Der mit dem
Dolch nickte dem anderen zu, woraufhin dieser plötzlich den Nebenmann von Sigurd packte und herrumriss. Für einen kurzen momment konnte Sigurd
einen Blick in die Augen des Anderen werfen, in welchen sich unglaubliche Angst und Verwirrung wiederspiegelten. Doch der Blick währte nicht lang,
denn der mit dem Hammer riss ohne jegliche erkennbare Mühe den Kopf des Unglücklichen, über ein natürliches Maß an Belastbarkeit hinaus, herum und
lies ihn zu Boden sinken. Daraufhin zog der andere blitzartig seinen Dolch öffnete die Brust des Toten mit einem gezielten Schnitt und zog das noch
schlagende Herz heraus. Seine Augen weiteten sich und das erstemal konnte Sigurd eine Regung in seinem Gesicht sehen. Eine Regung des
Schreckens. Der mit dem Dolch blickte die drei anderen an und diese schienen plötzlich ebenfals zu wissen, was dem Leichenfledderer nervös werden
lies. Der, von übernatürlichen Mächten bei Kräften gehaltene, Zug begann sich in Bewegung zu setzen und bewegte sich
mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit fort. Es dauerte noch zwei Tage bis das Gefolge sich vor einem hohen Gebirge wiederfand.
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:26

Kapitel 7: Die Natur

Da versammelten sich alle der seltsamen Gestalten direkt vor der natürlichen Mauer und gegen seinen Willen bildete Sigurd mit einigen anderen
einen Halbkreis um die Gruppe. Er zog wie alle anderen seine Waffen und der Rest bewaffnete sich mit am Boden liegenden Ästen und Steinen,
als plötzlich auf einer der Hügelketten über die sie gekommen waren sich eine andere Streitmacht zeigte, welche mit einem seltsamen grünen Licht
hinterlegt war. Die offensichtlich feindlich gesinnte Armee stürmte auf die Streitmacht der Herren Sigurds zu und die ersten Reihen fielen sofort ohne
auch nur Wiederstand zu leisten. Sigurd merkte wie der mit dem Dolch einen der Krieger, die den Halbkreis bildeten, herumriss und aufschlitzte als
er plötzlich die Augen schloss und ein Flut von Informationen in seinen Kopf strömte. Er stürmte nach vorne und wusste genau wo seine Gegner
waren, obwohl er die Augen geschlossen hatte. Doch nicht nur das, er wusste sogar im Voraus wie die Angriffe seines Gegners aussehen würden
und konnte ihnen mühelos ausweichen. Er zertrümerte Knochen mit seinem Keilwerkzeug und durchbohrte Leiber mit seinem Speer und tötete einen
Gegner nach dem anderen, von denen er nichtmal wusste wie sie aussahen. Einige Zeit verging und Sigurd spürte immer weniger Lebensformen an
seiner Seite, die nicht nach ihm hieben. Schließlich und urplötzlich fühlte er sich frei, er Schwang den Speer ins leere und stolperte ein par Schritte
nach vorne, nichtmehr gewöhnt an die zurück gewonnene Selbstbeherschung. Sigurd drehte sich um öffnete die Augen und blickte in ein groteskes Bild.
Überall lagen Leichen einige die mal normale Talbewohner gewesen sein mochten und andere die völlig verzerrt aussahen. Menschen die halb Tier
waren, Faust große gelbe Insekten die zertreten und zerschnitten den Weg säumten, sowie hier und da Gestalten die wohl mal Menschen gewesen sein
mochten aber offenbar schon lange zeit Tot in einem Sumpf oder ähnlichem verbacht haben mochten. Zwischen all den Leichen Stand nur eine
Handvoll Männer die ebenso verdutzt dreinblickten wie Sigurd. Die meisten von ihnen gehörten zu denen die den Halbkreis um ihre Herren gebildet
hatten. Doch scheinbar waren nicht alle der Kontrolle entkommen denn gut 300Krieger standen wieder ordentlich und vollkommen regungslos in
reihen da. Die Herren, denen Sigurd noch bis vor kurzem gedient hatte standen am gleichen Ort wie vor der schlacht, waren jedoch sichtlich erschöpft
und einige von ihnen schienen auch selbst am Kampf teilgenommen zu haben, denn sie hatten ihre mächtigen waffen gezogen
und waren mit Blut befleckt. Sigurd fuhr zusammen als er eine Stimme neben sich wieder erkannte. Es war eine Stimme die er schonmal gehört hatte.
Es war die Stimme des Häuptlings, der den Stamm angeführt hatte, welcher Sigurds Heimat überfiel. "Ihr dreckigen Schweine
niemand versucht Surtur ungestraft zu unterjochen!" Mit einem markerschütternden Schrei rannte der sehr große und muskolöse Anführer auf die Gruppe
zu, seine mächtige Streitaxt über den Kopf gehoben, als aufeinmal einer aus der Gruppe reagierte. In seinen Augen blitze es Raubtierartig auf,
er schnellte nach vorne und packte Surtur im Sprung am Hals. Dem Häptling wurden die Füsse weggezogen und er landete unsanft auf den Rücken, doch
er hatte nicht viel Zeit aufzustehen denn der Raubtier-Mensch stellte sich mit einem Fuss auf seine Brust, drückte ihn nach unten, bückte sich
und riss ihm den Kopf herum. Da trat ein anderer aus der Gruppe hervor, der neben einem wirklich sehr großen Schwert auf dem Rücken noch einige
sehr seltsame Werkzeuge am Gürtel trug. "Ich bin Cid!" Der Mann blickte Sigurd und die anderen der Reihe nach an "Seid nicht so dumm wie dieser
Narr, wenn ihr euch gegen uns stellt werdet ihr sterben, versucht ihr zu fliehen werdet ihr von unserem Gegner getötet der dort hinter den Hügeln
lauert...." Cids Blick kehrte wieder zu Sigurd zurück und blieb auf dessen Augen liegen. Plötzlich schien dieser Mann etwas sehr vertrauenswürdiges
an sich zu haben. "Das ihr aus der Kontrolle von Sematar und Gwendolina ausbrechen konntet zeigt das ihr einen sehr starken Geist habt! Wir
haben nicht viel Zeit! Unser Gegner formiert sich nur neu und er ist viel zu stark, als das wir ihm die Stirn bieten könnten! Kommt mit uns und ihr habt
vielleicht eine Chance zu überleben! Es wird ein harter Weg! Doch eine Flucht ist nicht unmöglich! Wenn ihr euch anders entscheidet besiegelt ihr
damit nur euer Schicksal....."
Sigurd musste nicht lange überlegen was er tun sollte....
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Beitragvon Brock » 22.09.2004, 23:27

Kapitel 8: Der Aufstieg

Bewusst langsam lief er auf die Leiche von Surtur zu und entledigte ihn der, nun von ihm
nichtmehr benötigten, Rüstungsteile und hob die prachtvolle Axt auf, um sie sich auf den Rücken zu binden. Danach tauschte er noch seinen
zerbrochnen Speer gegen ein unbeschädigtes Exemplar eines besiegten Speerwerfers aus und stellte sich, ohne ein Wort zu sagen, zu der Gruppe von Cid.
Wie von einem Schock befreit begannen die wenigen anderen es ihm gleichzutun und rüsteten sich bestmöglich aus, jedoch in einer wesentlich
hektischeren und ungeschickteren Art und Weise als Sigurd es getan hatte. Bevor noch die Letzten fertig waren wurde wieder die Stimme Cids laut
"Genug! Wir müssen los!" Er nickte der Frau und dem Mann zu, die vorher als Sematar und Gwendolina bezeichnet wurden, woraufhin die 300Krieger, die noch nicht Herr ihrer selbst waren, auf
die Hügelkette zumarschierten, hinter der sich der Feind verbarg. Auf einen fragenden Blick von Sigurd hin sprach der Mann mit dem Dolch am Gürtel:
"Ein Ablenkungsmanöver um unsere Flucht zu decken...es gibt keine andere Wahl!" der junge Krieger nickte und drehte sich weg "Man nennt mich
übrigens Azathoth!" "Mein Name ist Sigurd!". Der mann der sich Azathoth nennt drehte sich zu den anderen übrigen "Ok, es geht los! Merkt euch eines!
Es gibt nur ein Tempo......Unser Tempo!" Daraufhin drehte er sich um und begann die Felswand zu erklimmen. Auch die anderen aus der Gruppe drehten
sich zu dem Gebirge und begannen es mit unglaublicher Geschwindigkeit zu ersteigen. Sigurd blickte kurz zu den anderen die übrig waren, fand soetwas
wie eine Bestätigung in ihrem Augen und rannte dann mit ihnen auf die Steilwand zu um sie so gut wie möglich hinauf zu klettern. Nach einer Nacht und
einem Tag konnte er ihre seltsamen Führer einholen, welche sich auf einem Vorsprung ausruhten, der zur hälfte in die Felswand hineinreichte. Die Sonne war bereits wieder am untergehen und Sigurd lies sich etwas abseits der Gruppe, die sich um ein kleines Feuer gesetzt hatte, nieder
während die anderen übrigen Krieger schnaufend den Vorsprung erreichten. Sigurd zählte vier, entäuscht schüttelte er den Kopf, einen hatte scheinbar
beim Aufstieg die kraft verlassen. Plötzlich begann das Feuer zu flackern und schien kein weiteres Licht mehr abzustrahlen. Die Halbhöle wurde von
seltsamen Schatten verschiedenster Formen und Siluheten erfüllt, als sich aufeinmal aus dem Schatten an der hinteren Hölenwand eine Gestalt loslöste.
Er trat in das schwache Zwielicht, welches das Feuer krampfhaft aufrecht erhielt, blieb aber für die Augen Sigurds denoch nicht mehr als eine Gestalt die in
eine Robe aus schwarzem Leder gehüllt war und eine Kapuze zu tief ins Gesicht gezogen hatte um irgendetwas zu zeigen. "Meine Diener haben die
Nachricht zu mir getragen......Sie kommen!" Cid blickte auf "Sie haben uns also nicht vergessen!" Sigurd hatte nicht viel Zeit über die Bedeutung dieser
Worte nachzudenken, da wurde einer der normalen Menschen, der scheinbar gerade am Rand der Klippe den inzwischen sichtbar gewordenen Sternenhimmel
betrachten wollte, brutal über Vorsprung gerissen und in die Tiefe geschläudert. An seiner statt kam eine wiederliche Kreatur auf den Felsabsatz gesprungen und bleckte ihre Zähne. Es war eine Mischung aus Stier und Mensch ihr folgten noch 5-10 weitere Kreaturen die allesamt groteske Kreuzungen aus Menschen und verschiedenen Tieren waren. Sigurd riss die Axt vom Rücken machte einen Satz nach vorne und wirbelte herum um einem der Wesen
den Kopf abzuschlagen. Den übrigen Schwung nutzte er um einem anderen eine schwere Wunde an der Seite beizubringen woraufhin es strauchelnd in den Abgrund stürzte. Der Krieger drehte sich zur Seite und konnte gerade noch die Stier Kreatur erkennen die gerade mit den Hörnern vorann auf ihn zuspranng. Sigurd glaubte schon dies sei sein Ende, doch wiedereinmal sollte er eines Besseren belehrt werden. Im letzten Momment stürzte sich ein anderer Krieger von der Seite auf die Kreatur zu riss sie mit und stürzte mit ihr in den Abgrund. Sigurd hatte diesen Menschen kaum gekannt und dennoch hatte er sein Leben für ihn gegeben. Von diesem Opfer mit neuer Wut angefüllt drehte er sich, um den Kampf wieder aufzunehmen.
Doch musste er feststellen, das die meisten der Wesen schon von den anderen getötet worden waren. Da hörte er es im hinteren Bereich der Höle aufschreien. Er konnte die Umrisse eines der Tiermenschen ausmachen der sich über irgendetwas gebeugt hatte. Sigurd Packte seinen Speer und schleuderte ihn nach der Kreatur, so dass diese im Genick durchbohrt wurde. Er rannte nach hinten konnte jedoch nurnoch die Leiche eines seiner Weggefährten auffinden.
Der Kampfeslärm war verstummt. Neben ihm stand der letzte der noch überlebenden Kämpfer. Er sah schwer mitgenommen aus und stützte sich auf den Griff seines Streithammers ab. Er hatte ein friedliches Lächeln auf dem Gesicht drehte sich zu Seite, so dass eine sehr tiefe Wunde sichtbar wurde und fiel schließlich um. So war Sigurd also der letzte normale Mensch hier. Er drehte sich von dem traurigen Anblick weg und zuckte leicht zusammen als er feststellte das der Mann mit den Raubtieraugen direkt bei ihm stand und scheinbar ausholte um ihn zu schlagen. Doch er schlug Sigurd nicht sondern griff direkt neben ihm in den Schatten um das letzte der Tierwesen hervorzuziehen, welches scheinbar dem abgelenkten Krieger in den Rücken fallen wollte. Der Mann blickte dem Wesen tief in die Augen, und lies es anschliesend los. Mit eingezogenem Schwanz rannte es davon. "Nein!" Sigurd wollte ihm nachsetzen wurde jedoch von dem den die anderen Sematar nanneten zurück gehalten. Er wirbelte herum "Warum?". Der Mann mit den Raubtieraugen blickte ihn an "Er wird zurückkehren und berichten das wir besiegt worden sein!"


Fortsetzung folgt...
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