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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 01.05.2009, 16:43

Shadow-Dragon schaute Firak an.

"So langsam sollten wir AGGA mal sagen, was bei den Steintafeln herausgekommen ist und daß wir in seinem Namen Belohnungen verschickt haben. Meinst du nicht auch?"

Firak lächelte verschmitzt. "Die Frage habe ich kommen sehen. Ich erwarte deswegen Besuch."

Shadow-Dragon dachte einen kurzen Moment darüber nach, ob Firak auch Gedanken lesen kann, verwarf den Gedanken aber ganz schnell. Falls das so wäre, wollte er es nicht wissen.

Es klopfte.

Firak rief: "Komm herein, alter ugh, wir warten schon auf dich".

Herein kam ein Talbewohner. Neugierig sah er sich im Raum um.

Firak glitt auf ihn zu - geräuschlos wie ein Schatten. "Ich bin Firak, das dort ist mein Bruder Shadow-Dragon.

Wir möchten, daß du AGGA deine Geschichte erzählst. AGGA wird auch jeden Moment hier sein."

Sprachs und schon bebte der Boden unter AGGAs stürmischen Schritten.

"DA BIN ICH. WAS GIBT ES? OH, OFFENBAR EIN ANHÄNGER MEINES BRUDERS?" Er schaute den Talbewohner an.

alter ugh riss die Augen auf und wünschte sich, er könnte im Boden versinken.

Firak erklärte schnell: "Ich habe ihn hierher eingeladen. Aber setzen wir uns doch erstmal alle." Er wies auf ein paar Felle.

"Erinnerst du dich noch an die Steintafeln, die dir die Talbewohner geschickt haben?"

Firak bereute die Frage schon fast, als er AGGAs Gesicht sah, daher sprach er gleich weiter: "Shadow-Dragon erkannte, daß sie eine Botschaft enthielten. Jede Tafel enthielt einen Teil davon. Wir beschlossen, die Talbewohner daran miträtseln zu lassen, damit wir schnell zu einem Ergebnis kommen.

alter ugh," er nickte ihm freundlich zu, "hat die beste Erklärung dafür gefunden und daher dachten wir, daß wir ihm die Ehre geben können, dir die Lösung vorzutragen. Zumal sie sich auf das Wohlbefinden von Truppen auswirken kann."

"TRUPPEN?" AGGAs Interesse erwachte schlagartig. "DANN ERZÄHL, alter ugh!"

alter ugh straffte die Schultern und schaute AGGA fest an und begann:

"Ich habe ein Duplikat meiner eingesandten Steintafel mitgebracht und lese sie am besten vor:

Ich kann mich noch genau erinnern, wie mein Großvater mir das erste Bier gab" sagte ugh, "es war von goldener Farbe, malzig mit einer köstlichen Hopfennote...und nun bin ich der Großvater, der
Großvater vieler, ja eines ganzen Stammes. Und was würd ich meinen Stammesbrüdern und -schwestern wohl besseres geben, als eben solches Bier..."

Ugh schrak aus seinen Gedanken hoch. Wie war er drauf gekommen? Ach ja, die Steinplatten der Götter.
Mit feuchten Augen nahm er das Bilderrätsel erneut zur Hand, zeigte es doch in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt das Geheimnis der Bierherstellung. "Bierbraurezept" stand dort geschrieben und wirklich, das war es.
Natürlich haben die Brauer des Stammes im Laufe der Zeitalter die Herstellung vervollkommnet, die grundlegenden Prinzipien gelten aber immer noch wie damals, in der grauen Vorzeit, als diese
Steinplatten entstanden sein müssen, in einem fernen Land, im Tal der Sumerer, denen es zuerst gelang dieses einzigartige Getränk zuzubereiten.

Lord Vader, der die Tafeln zuvor zusammengesetzt hatte, verlangte zugegebenermaßen etwas respektlos "Los alter Mann, erklär uns endlich, was das Gekritzel da auf den Tafeln zu sagen hat!", holte
ugh damit ziemlich abrupt in die Gegenwart zurück und handelte sich eine Sonderschicht Gläserspülen in Ughs Hobbykeller ein.

Trotzdem fing ugh an zu erzählen:
"Das beschriebene Verfahren wandten die Sumerer an, um ein leicht berauschendes Getränk herzustellen, das unserem heutigen Bier entspricht. Natürlich hatte es nicht die Güte und Reinheit, und der Erfolg eines Braugangs war mehr durch den Zufall bestimmt. Niemand zu der Zeit, nicht mal die weisesten Schamanen kannten die Geheimnisse der kleinen Kreaturen, die in der Mischung aus Wasser
und Getreide das Elixier hervorzaubern können, das wir in Massen geniessen."

Die Runde um ugh wurde immer größer, Fässer wurden herbeigerollt und das Gezeche begann, während ugh weiter erzählte von den Anfängen der Braukunst.

"Zunächst wurde aus Getreide, die Sumerer nahmen Emmer oder Gerste, ein Teig hergestellt, ähnlich zu dem, den unsere Amazonen machen, um Brote daraus zu backen.

Auch dieser Teig wurde zu Brot verbacken, dieses aber nicht verzehrt sondern zerbröselt und in Wasser eingeweicht. Heute wissen wir, dass die Wärme beim Backen die Stärke des Getreides in Malzzucker verwandelt hat, der jetzt im Wasser gelöst wird.

Die entstandene Brühe, heute würde man das wohl Maische nennen, wurde nochmal erhitzt. Wir wissen mittlerweile, dass sich bei Wärme die Enzyme, die die Stärke in Zucker umwandeln am wohlsten fühlen
und am besten arbeiten."

Ugh nahm einen großen Schluck aus dem ihm gereichten Krug und war froh, dass es sich nicht um ein Bier aus der Fertigung der Sumerer handelte. Frisch gestärkt setzte er seine Ausführung fort:

"Nach dem 2. Kochen ist das Bier fast fertig, aber das entscheidende fehlt noch, der Alkohol."

AHs und OHs hallten durch die Höhle und alle Anwesenden stimmten zu, dass das ja nun wirklich das Wichtigste am Bier sei.

"Heute setzen wir der Würze nach dem Kochen eine reine Bierzuchthefe zu, um beste Ergebnisse zu erzielen. Zu den Zeiten der Sumerer war dies noch nicht möglich. Also gab man erneut einige gemahlene Getreidekörner, auf denen sich ganz natürlich Hefepilze angesiedelt hatten, zu der Würze, um die Gärung zu starten und im Bier neben Alkohol auch Kohlensäure zu erzeugen.

Der Hopfen, der unserem Bier heute den unvergleichlich frischen und bitteren Geschmack verleiht, war damals noch nicht bekannt, dafür gab man andere Geschmacksträger wie Kräuter oder Früchte zum Bier."

Jetzt mussten sich doch einige schütteln und dachten mit Schrecken an das letzte Fass Belgischen Himbeerbiers, das sie getrunken hatten.


Das war die Geschichte der ersten Bierbrauer und das Geheimnis der
Steintafeln..."

alter ugh hob seinen Blick von der Steintafel und schaute AGGA an.

"Für die Truppenverpflegung schlage ich das Verfahren der Sumerer vor. Das sozusagen flüssige Brot ernährt die Truppen, löscht ihren Durst, läßt sie wegen des keimreduzierenden Alkohols weniger häufig krank werden und ist auch unterwegs leicht nachzukochen.

Ich habe von beiden Sorten Bier etwas mitgebracht, wenn ihr kosten wollt?"
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 28.04.2009, 12:09

Uga, Feeble, Slavomir, Trubatsch und Svanta saßen im Schatten unter einem Baum als Nebrot in der Ferne zu erkennen war.

Alle sprangen auf und liegen ihm entgegen, um ihm zu helfen.

Unter Getöse ließ Nebrot die Holzstangen von seiner Schulter gleiten. „Nett, daß ihr mir helfen kommt. Ich habe mich da wohl etwas übernommen.“ Er grinste alle mit seinem Lausbubenlächeln an.

Zu sechst ließ sich die Schlepperei deutlich besser bewältigen.

Am Feld der liegenden Pflanzen angekommen, schnappte sich Nebrot eine Stange und rammte sie dort in den Boden, wobei er darauf achtete, keine Wurzeln zu beschädigen.

Dann wurde eine Pflanze vorsichtig entwirrt und ebenso vorsichtig um den Holzpfahl gewunden.

Er trat einen Schritt zurück. „Ja, genauso dachte ich mir das. Also los Leute, auf uns wartet noch viel Arbeit.“

Alle machten sich ans Werk.
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 26.04.2009, 22:14

„Interessante Pflanzen“, sagte Uga zu seinen Söhnen. „Diese hier sehen ein bisschen wie Gras aus, nur daß sie höher zu werden scheinen und offenbar nur der Blütenstengel zu sehen ist. Sehr interessant.“

Selbst Nebrot konnte dieser Beschreibung nichts hinzufügen. „Wir müssen abwarten wie es weitergeht,“ meinte er, „ich könnte mir vorstellen, daß die Stengel gut für die großen Tiere wären. Als Unterlage im Stall. Aber warten wir mal ab wie es sich entwickelt.“

„Und nun seht Euch das an.“ Uga zeigte auf ein Feld, daß nur aus Riesenblättern zu bestehen schien. Dazwischen kugelige orangerote Dinger.

„Sind das Früchte?“ Feeble schien auf einmal seinen Sinn für Ackerbau zu entdecken.

„Ja, das sind Früchte. Es gab zwei Arten Blüten, die sich nur leicht voneinander unterschieden haben. Aus einer kamen die Früchte, aus der anderen nichts.“ erklärte Uga.

„Die Früchte sind doch schon sehr groß. Wie lange willst Du sie noch auf dem Feld lassen?“, fragte Feeble weiter.

„Sie wachsen noch jeden Tag ein Stück. Solange sie wachsen, lasse ich sie auf dem Feld. Ich wüsste sowieso nicht, was ich damit machen soll.“

Sie gingen ein paar Schritte.

„Das hier ist das Feld, was mir Kummer macht.“

Die Pflanzen kringelten sich über den Boden und schienen zart und empfindlich. Die Blätter waren miteinander verhakt und man sah der Pflanze an, daß da was nicht stimmte.

Nebrot strich sich über das Kinn. „Hmmm, hmmm, ich glaube, ich habe eine Idee.“ und weg war er.
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Lösung Steinpuzzel

Beitragvon Ein Chronist am 24.04.2009, 21:56

Hallo zusammen,

Die Quest ist vorüber und ich poste eine Musterlösung:

Gegrüsset seist du Firak,

meine Recherchen zu den Steintafeln haben folgendes ergeben:

Man zerkleinere Getreide/Grassamen zu Mehl, vermische es mit Wasser und backe es zu einem halbgaren Brot (Bierbrot). Dieses wiederum wird (zerkleinert) in Wasser zusammen mit (gekeimten und getrocknetem) Getreide/Grassamen (Grünmalz) erwärmt und anschließend stehen gelassen.
Statt der 2. Portion Getreide sind auch Alternativen wie Honig oder süße Früchte möglich.

Es kommt durch wilde Hefe (in der Luft oder an Früchten) zu einem Gärprozeß. Man kann diese Flüssigkeit dann weiterhin würzen, mit Honig oder auch mit Kräutern oder Hopfen.

Entweder siebt man sie dann im gesamten durch oder aber man verwendet spezielle Trinkhalme, die am unteren Ende ein Sieb haben.

Warum wurde dieses Rezept nun AGGA zugespielt?

Es ist flüssiges Brot, also sehr nahrhaft. Truppen sollten ja immer gut genährt sein.

Durch den Alkohol, der im Bier ist, ist die Keimzahl in diesem Getränk deutlich geringer als bei sonstigen Getränken, die Truppen bleiben also widerstandsfähiger, weil sie nicht durch schlechtes Wasser erkranken.

Alkohol hat zudem oft die Wirkung, das Krieger noch unerschrockener werden und gerne ihre Kräfte messen.

Also genau das richtige Getränk für einen Kriegsherren und seine Truppe.

Mit ergebenen Grüßen



Auch, wenn es nicht so aussah, die Puzzleteile hatten es in sich.

Auf Fragen haben wir verzichtet, weil es sonst zu leicht geworden wäre, den Sprung von den Tafeln zur Verwendung bei AGGA musste man also alleine machen.

Wir haben daher die Lösungen mit einem Punktesystem bearbeitet. Pro Schlüsselwort einen Punkt und so die Abstufung innerhalb der Lösungen gefunden. Einen Punkt kann es auch für besonders witzig erzählte Erklärungen in RPG-Form geben.

Vorweggesagt, wer nur Bierbraurezept als Lösung eingereicht hat, fällt durch das Raster, denn im Text hieß es schon:

„Wer sie richtig zusammensetzen, ergänzen und erklären kann, erhält eine Belohnung.“

Das Wort Bierbraurezept erklärt nichts, zeigt aber, daß gepuzzelt wurde, daher gibt es einen Mini-Trostpreis.

Richtig durchs Raster fallen kopierte Beiträge. Also Lösungen, die in großen Teilen wortgetreu kopiert wurden. Man kann ja zusammen rätseln, sollte dann aber das Ergebnis in eigene Worte fassen.

Die Belohnungen werden dann in den nächsten Tagen an die Tüftler rausgehen, sobald AGGA der Höhlenname für die Belohnung mitgeteilt wurde.
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 17.04.2009, 21:41

Shadow-Dragon schaute immer wieder auf die Tafeln.

Das sah ja nach noch mehr Arbeit aus!

„Aber warum mir selbst den Kopf zerbrechen? Es gibt doch bessere Arten des Zeitvertreibs. Zumal die Schattenamazone, die ihm große Vorkommen von Schwefel im Tal gemeldet hatte, hübsch anzusehen war.“

Er ließ einen Steinmetz kommen und diktierte:

„Meinem Vater wurden 14 Steintafeln geschickt:

Bild

Die Bruchstücke sind zum Teil schadhaft. Wer sie richtig zusammensetzen, ergänzen und erklären kann, erhält eine Belohnung.

Die Belohnung wird sich nach der Qualität der Erklärung richten.

Mein Bruder Firak nimmt sie innerhalb der nächsten 7 Monate per Steintafel im Tal entgegen.“

Er überlegte kurz, Firak war gerade bei AGGA zu Besuch. „Schreibt an AGGA und meißelt Firak obendrüber.“

Er kicherte, galt es doch als sicher, daß Firak sowieso alle Talpost las.

Er nickte zufrieden. So konnte er sich mit der Schattenamazone befassen und dennoch würde das Rätsel um die Steinplatten gelöst werden können. Und Firak war beschäftigt, während er mit der Schattenamazone beschäftigt war.

„Wie hieß sie nur? Irgendwas mit Nuss?“

Pfeiffend lief er ins Tal.
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