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Wichtig: Bilder in Beiträgen

Beitragvon Shadow-Dragon am 29.05.2009, 13:17

Aus aktuellem Anlass möchte ich euch bitten keine externen bilder einzubinden in Beiträgen.
Einzige Ausnahme is das ihr die Rechte zum verlinken oder es eure eigenen Bilder sind. Geklaute und veränderte Bilder fallen nicht darunter ;)

MfG
Shadow-Dragon
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Im Turm des Wissens

Beitragvon Ein Chronist am 25.05.2009, 10:17

Im Turm des Wissens

Enzio blickte auf das Treiben im Tal herunter und reckte sich. „Zeit für eine Pause“.

Seine feinen Ohren bekamen Sprachfetzen mit. „Familien…. bei Uga... Zeit geändert …, wenn es dämmert.“

Enzio beschloß, Uga dann zufällig zu besuchen. Er blickte auf den Zeitmesser. Es waren ja schon Monate vergangen, seit sich alle getroffen hatten.

„Tempus fugit“ seufzte er und machte sich wieder an die Arbeit.
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 18.05.2009, 16:52

„Willkommen, meine Kinder“, empfing Uga seine Söhne. „Nun weiß ich wie die Früchte heißen. Das da ist ein Kürbis, die "Zapfen" nennen sich Hopfen und das „Gras“ heißt Gerste.
Vielen Dank an die Talbewohner bauz,  T-kiLaH und derNatterich, die mir die Namen genannt und etwas zur Verwendung erzählt haben. Mauke, dein Beitrag hat mich sehr belustigt, auch dafür meinen Dank."

Neugierig blickte er nun in die Runde. "Was habt Ihr denn so herausgefunden? Nebrot, machst Du den Anfang?“

Nebrot seufzte. „Für meine Knüppelassassinen ist das nichts. Sie haben den Kükükürbis – oder wie hieß das noch mal? – geköpft, die Samen herausgenommen, die Gääärste hineingeworfen und alles ins Feuer gestellt. Ein paar Knochen und Kräuter sind auch noch dabei gewesen. Aus den Kernen haben sie Öl gepreßt und damit das Ganze verfeinert.“

Er seufzte wieder.

„Für friedliche Zeiten ist das nichts, meine Knüppelassassinen sind dick und rund geworden. Sie müssen nun hungern, um wieder kampffähig zu werden. Habt ihr schon mal eine Horde hungriger Frauen erlebt?“

Mitleidheischend blickte er in die Runde.

„Aber: Die harte Schale vom Kürbis ist zermahlen ein Wohltat für meine Eichenbaumhirten. So prächtig war ihr Grün vorher nicht.“

Feeble nickte bestätigend. „So wirkte es bei den Barmanus und den Brontosauriern auch. Die Barmanus mussten zusätzliche Runden auf der Rennstrecke einlegen, damit ihnen die Rüstung nicht zu eng wurde.

Bei den Brontosauriern fiel die Zunahme zunächst nicht auf, aber als dann Hilde – mein Lieblingsbrontosaurier - mitsamt des Holzsteges in den Wassergraben fiel, war dies ein deutliches Zeichen.“

Trubatschs Augen leuchteten. „Auch ich kann das bestätigen. Hervorragende Nahrung. Sowohl der Küüüüüüürbis als auch die Gerste.“

„Für meine Schnecken konnte ich auch beides verwenden, aber die Drachensegler vertragen nur gekochten Kürbis, andernfalls stürzen sie ab.“, ergänzte Slavomir.

„Und was ist mit dem Hopfen?“ fragte Uga.

Ein Stöhnen von Nebrot kam als Antwort. „Die Knüppelassassinen haben den Hopfen ins Wasser geworfen und den Sud getrunken. Sie waren danach nicht mehr wach zu bekommen.“

„Hmmmm“, Uga wiegte den Kopf hin und her. „Sonst weiß keiner etwas zu berichten?“

„Naja“, meldete sich Nebrot noch einmal zu Wort, „ich weiß ja nicht, ob die Krabbeltiere, die man sonst in den Höhlen findet, Angst vor den hysterischen Frauen haben. Falls nicht, mögen sie den Hopfen nicht. Wo er lag, waren keine Ameisen, Spinnen oder anderes Getier.“

„Ich habe AGGA auch Früchte zukommen lassen. Er und seine Söhne kommen mich bald besuchen, wenn ihr wollt, kommt doch dazu.“ sagte Uga und hob damit die Zusammenkunft auf.
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 10.05.2009, 13:58

„Es ist soweit, die neuen Früchte konnten geerntet werden“.

Sie saßen auf bequemen Holzbänken um einen riesigen Steintisch herum – in einer windgeschützten Ecke, was Slavomir so gar nicht passte.

Auf dem Tisch waren nun die Früchte ausgebreitet.

Unterschiedlicher hätten sie nicht sein können.

Dieses Graszeugs, dann kleine grüne weiche Zapfen, dazu diese Riesenbeere.

„Jeder von euch nimmt sich ein paar von jeder Sorte mit und erzählt mir in einer Woche, was man damit machen kann, einverstanden?“ Uga blickte in die Runde und sah erfreut, daß alle nickten.

"Aber warum sollen wir alleine forschen?" fragte sich Uga.

"Meine lieben Kinderlein dort draußen im Tal,

aus den Samen, die ich in den Beuteln fand, die ihr mir zugeschickt habt, sind prächtige Pflanzen geworden und nun konnten wir ernten.

Wir müssen wissen:

- wie die Pflanzen heißen
- was man alles damit tun kann
- ob sie spezielle Verwendungszwecke haben, die nicht gleich offensichtlich sind
- gibt es Geschichten dazu?

Falls euch dazu etwas einfällt, schickt mir eure Steintafeln binnen eines Monats. Die besten, informativsten und außergewöhnlichsten Antworten erhalten eine Belohnung."

Und so sehen die Pflanzen aus:
Dateianhänge
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Re: Beschäftigungstherapie

Beitragvon Ein Chronist am 01.05.2009, 16:43

Shadow-Dragon schaute Firak an.

"So langsam sollten wir AGGA mal sagen, was bei den Steintafeln herausgekommen ist und daß wir in seinem Namen Belohnungen verschickt haben. Meinst du nicht auch?"

Firak lächelte verschmitzt. "Die Frage habe ich kommen sehen. Ich erwarte deswegen Besuch."

Shadow-Dragon dachte einen kurzen Moment darüber nach, ob Firak auch Gedanken lesen kann, verwarf den Gedanken aber ganz schnell. Falls das so wäre, wollte er es nicht wissen.

Es klopfte.

Firak rief: "Komm herein, alter ugh, wir warten schon auf dich".

Herein kam ein Talbewohner. Neugierig sah er sich im Raum um.

Firak glitt auf ihn zu - geräuschlos wie ein Schatten. "Ich bin Firak, das dort ist mein Bruder Shadow-Dragon.

Wir möchten, daß du AGGA deine Geschichte erzählst. AGGA wird auch jeden Moment hier sein."

Sprachs und schon bebte der Boden unter AGGAs stürmischen Schritten.

"DA BIN ICH. WAS GIBT ES? OH, OFFENBAR EIN ANHÄNGER MEINES BRUDERS?" Er schaute den Talbewohner an.

alter ugh riss die Augen auf und wünschte sich, er könnte im Boden versinken.

Firak erklärte schnell: "Ich habe ihn hierher eingeladen. Aber setzen wir uns doch erstmal alle." Er wies auf ein paar Felle.

"Erinnerst du dich noch an die Steintafeln, die dir die Talbewohner geschickt haben?"

Firak bereute die Frage schon fast, als er AGGAs Gesicht sah, daher sprach er gleich weiter: "Shadow-Dragon erkannte, daß sie eine Botschaft enthielten. Jede Tafel enthielt einen Teil davon. Wir beschlossen, die Talbewohner daran miträtseln zu lassen, damit wir schnell zu einem Ergebnis kommen.

alter ugh," er nickte ihm freundlich zu, "hat die beste Erklärung dafür gefunden und daher dachten wir, daß wir ihm die Ehre geben können, dir die Lösung vorzutragen. Zumal sie sich auf das Wohlbefinden von Truppen auswirken kann."

"TRUPPEN?" AGGAs Interesse erwachte schlagartig. "DANN ERZÄHL, alter ugh!"

alter ugh straffte die Schultern und schaute AGGA fest an und begann:

"Ich habe ein Duplikat meiner eingesandten Steintafel mitgebracht und lese sie am besten vor:

Ich kann mich noch genau erinnern, wie mein Großvater mir das erste Bier gab" sagte ugh, "es war von goldener Farbe, malzig mit einer köstlichen Hopfennote...und nun bin ich der Großvater, der
Großvater vieler, ja eines ganzen Stammes. Und was würd ich meinen Stammesbrüdern und -schwestern wohl besseres geben, als eben solches Bier..."

Ugh schrak aus seinen Gedanken hoch. Wie war er drauf gekommen? Ach ja, die Steinplatten der Götter.
Mit feuchten Augen nahm er das Bilderrätsel erneut zur Hand, zeigte es doch in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt das Geheimnis der Bierherstellung. "Bierbraurezept" stand dort geschrieben und wirklich, das war es.
Natürlich haben die Brauer des Stammes im Laufe der Zeitalter die Herstellung vervollkommnet, die grundlegenden Prinzipien gelten aber immer noch wie damals, in der grauen Vorzeit, als diese
Steinplatten entstanden sein müssen, in einem fernen Land, im Tal der Sumerer, denen es zuerst gelang dieses einzigartige Getränk zuzubereiten.

Lord Vader, der die Tafeln zuvor zusammengesetzt hatte, verlangte zugegebenermaßen etwas respektlos "Los alter Mann, erklär uns endlich, was das Gekritzel da auf den Tafeln zu sagen hat!", holte
ugh damit ziemlich abrupt in die Gegenwart zurück und handelte sich eine Sonderschicht Gläserspülen in Ughs Hobbykeller ein.

Trotzdem fing ugh an zu erzählen:
"Das beschriebene Verfahren wandten die Sumerer an, um ein leicht berauschendes Getränk herzustellen, das unserem heutigen Bier entspricht. Natürlich hatte es nicht die Güte und Reinheit, und der Erfolg eines Braugangs war mehr durch den Zufall bestimmt. Niemand zu der Zeit, nicht mal die weisesten Schamanen kannten die Geheimnisse der kleinen Kreaturen, die in der Mischung aus Wasser
und Getreide das Elixier hervorzaubern können, das wir in Massen geniessen."

Die Runde um ugh wurde immer größer, Fässer wurden herbeigerollt und das Gezeche begann, während ugh weiter erzählte von den Anfängen der Braukunst.

"Zunächst wurde aus Getreide, die Sumerer nahmen Emmer oder Gerste, ein Teig hergestellt, ähnlich zu dem, den unsere Amazonen machen, um Brote daraus zu backen.

Auch dieser Teig wurde zu Brot verbacken, dieses aber nicht verzehrt sondern zerbröselt und in Wasser eingeweicht. Heute wissen wir, dass die Wärme beim Backen die Stärke des Getreides in Malzzucker verwandelt hat, der jetzt im Wasser gelöst wird.

Die entstandene Brühe, heute würde man das wohl Maische nennen, wurde nochmal erhitzt. Wir wissen mittlerweile, dass sich bei Wärme die Enzyme, die die Stärke in Zucker umwandeln am wohlsten fühlen
und am besten arbeiten."

Ugh nahm einen großen Schluck aus dem ihm gereichten Krug und war froh, dass es sich nicht um ein Bier aus der Fertigung der Sumerer handelte. Frisch gestärkt setzte er seine Ausführung fort:

"Nach dem 2. Kochen ist das Bier fast fertig, aber das entscheidende fehlt noch, der Alkohol."

AHs und OHs hallten durch die Höhle und alle Anwesenden stimmten zu, dass das ja nun wirklich das Wichtigste am Bier sei.

"Heute setzen wir der Würze nach dem Kochen eine reine Bierzuchthefe zu, um beste Ergebnisse zu erzielen. Zu den Zeiten der Sumerer war dies noch nicht möglich. Also gab man erneut einige gemahlene Getreidekörner, auf denen sich ganz natürlich Hefepilze angesiedelt hatten, zu der Würze, um die Gärung zu starten und im Bier neben Alkohol auch Kohlensäure zu erzeugen.

Der Hopfen, der unserem Bier heute den unvergleichlich frischen und bitteren Geschmack verleiht, war damals noch nicht bekannt, dafür gab man andere Geschmacksträger wie Kräuter oder Früchte zum Bier."

Jetzt mussten sich doch einige schütteln und dachten mit Schrecken an das letzte Fass Belgischen Himbeerbiers, das sie getrunken hatten.


Das war die Geschichte der ersten Bierbrauer und das Geheimnis der
Steintafeln..."

alter ugh hob seinen Blick von der Steintafel und schaute AGGA an.

"Für die Truppenverpflegung schlage ich das Verfahren der Sumerer vor. Das sozusagen flüssige Brot ernährt die Truppen, löscht ihren Durst, läßt sie wegen des keimreduzierenden Alkohols weniger häufig krank werden und ist auch unterwegs leicht nachzukochen.

Ich habe von beiden Sorten Bier etwas mitgebracht, wenn ihr kosten wollt?"
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