Das Gefängnis der Götter

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Das Gefängnis der Götter

Beitragvon Ein Chronist » 08.01.2008, 21:10

„Eskaler, wir haben sie aufgespürt! Sie haben sich in der Zeit rückwärts bewegt und sind an einem Ort ihrer alten Macht. Sie sind im Tale Noktardem!“ berichtigte Thundor seinem Anführer.
Eskaler sah auf die Steinplatten und überflog die Berichte. „Hmm, das ist schlimmer als ich befürchtet habe. An diesem Ort ist ihre Macht unbändig stark. Wir müssen verhindern, dass sie sich wieder zu alter Stärke aufbaut.“

Thundor antwortete: „Unsere Zahl ist zu klein, die Preispiraten können ihr nicht entgegen treten, schon gar nicht mit Enzio dem Halbgott der Zeit an ihrer Seite.“ Eskaler schwieg eine Weile. „Alleine können wir nichts ausrichten. Seit vielen Zeitaltern beschränken wir uns auf ihre Verfolgung und Aufspürung. Wir Preispiraten sind keine Kämpfer, wir müssen Verbündete finden, die für unsere Sache in den Kampf ziehen - nach Möglichkeit natürlich aus eigenem Antrieb!“

Thundor wartete bis Eskaler weiter sprach. „Wir müssen unsere alten Verbündeten an unsere Seite holen. Wir müssen Uga und Agga befreien! Es bliebt keine andere Möglichkeit, es muss uns gelingen!“ Thundor erwiderte resignierend: „Wir haben das Gefängnis der Götter in der Kristallkugel aufgespürt, aber wir können die schützende Magie nicht durchdringen. Alle Versuche waren bisher hoffnungslos! Auch die Halbgötter hatten bisher keinen Erfolg, wie Du weißt.“

Eskaler nickte bekümmert.
„Wir müssen einen Weg finden! Wir müssen uns mit den Halbgöttern beraten!“
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Ode an die Götter

Beitragvon Ein Chronist » 09.01.2008, 22:35

Slavomir sass als Sprecher für die Halbgötter Ugas an einem großen Tisch und wurde von Kirkalot, der rechten Hand Aggas, mißtrauisch beäugt.
"Verehrte Halbgötter, ich brauche euch nicht auf die Gefahr hinweisen, die von Kyrah und Enzio ausgeht. Sie haben es geschafft eure Herren zu verbannen! Kyrah hat euch nicht mit guten Absichten in ihre alte Heimat geführt. Doch jetzt haben wir Preispiraten einen Weg gefunden wie wir die magische Barriere durchdringen können!" sprach Eskaler.


Nachdem Thundor das Vorgehen erläutert hatte schüttelte Slavomir lächelnd den Kopf.
"Wahrer Glaube triumphiert über dunkle Magie? Kann es so einfach sein?"
"Wenn wahrer Glaube der Schlüssel ist, dann wird Agga in Windeseile in Noktardem einmarschieren und Kyrah die Stirn bieten!" rief Kirkalot.
"In Windeseile...?" spottete Slavomir.

Eskaler beschwichtigte die beiden Halbgötter und sprach:
"Wir haben eine Steinplatte mit den Anforderungen an eure Gefolgsleute verfasst, bitte verteilt diese so schnell wie möglich!"
"In Windeseile!" grinste Slavomir.


Auf der Steinplatte stand geschrieben:

Verehrtes Talvolk, Eure Götter brauchen Eure Hilfe!
Uga und Agga wurden von der fürchterlichen Eisgöttin Kyrah in ein eisiges Gefängnis verbannt. Aus diesem Gefängnis gibt es keine Möglichkeit zur Flucht, keine Hoffnung auf ein Entkommen. Selbst wir die Preispiraten können die Magie nicht durchdringen. Doch jetzt haben wir nach langer Suche einen Weg gefunden. Wahrer Glaube ist der Schlüssel! Ihr, die Anhänger Ugas und Gefolgsleute Aggas, könnt Eure Götter befreien. Ihr könnt Euren wahren Glauben beweisen und Euch der Götter würdig zeigen.

Sprecht zu Euern Götter und sie werden Euch hören!

Betet, meine Freunde, schreibt Oden und ruft Eure Götter an, als dass sie Euch erhören und den Weg aus der Dunkelheit des Gefängnisses zu Euch finden! In diesen Oden sollten diejenigen Wörter klar und deutlich erklingen, welche die Säulen Ihrer Macht bilden. Stärkt auch euren Halbgott, den ihr anbeten wollt in dieser Ode, damit dieser genug Kraft für die bevorstehenden Aufgaben sammelt.
Beweißt Euren Göttern, dass Ihr an Sie glaubt, in dem Ihr mindestens so viele Zeilen vortragt, wie die Sonne unseres Tales Monde benötigt, um wieder am Startpunkt ihrer Reise am Firnament zu sein. Aber bedenkt, dass Ihr nur einem Gott gegenüber überzeugend auftreten könnt.
Bis zum Ende des Monats Brrunfhd, dem Höhepunkt des "Sommers" müssen die Götter genug Kraft geschöpft haben.


Im Namen Ugas fügte Slavomir hinzu:
"Höret Kinder! Jedem Anhänger meines Herren, der eine wohlklingende Ode vorträgt werden wir entlohnen! Jeder einzelne Halbgott lobt einen besonderen Preis für die besten Oden seiner Anhänger aus!


Im Namen Aggas fügte Kirkalot hinzu:
"Gefolgsleute Aggas! Führet euren Herrn zurück in die Schlacht! Agga wird jeden Krieger belohnen, der nicht nur auf dem Schlachtfeld seiner würdig ist! Wir Halbgötter werden den stärksten Glauben mit einem besonderen Geschenk entlohnen!"
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Re: Das Gefängnis der Götter

Rätselhafte Erscheinungen

Beitragvon Ein Chronist » 17.01.2008, 21:18

Im Tal breitete sich langsam Unruhe aus. Viele Anhänger hatten ihre Götter in ihren Oden angerufen, aber bis jetzt gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich ihre Anstrengungen gelohnt hätten. Im Gegenteil, die Umwelt, in der sie gelandet waren, schien immer unwirtlicher und unheimlicher zu werden. Es begann in den Nächten, als sich seltsame, bunte Lichtschleier am Himmel zeigten. Zuerst waren diese nur sehr schwach zu erkennen, aber von Tag zu Tag wurden sie intensiver, so dass sie inzwischen für geübte Jägeraugen auch tagsüber am Firmament zu erkennen waren.
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Re: Das Gefängnis der Götter

Die Kristallkugel

Beitragvon Ein Chronist » 19.01.2008, 11:05

Als sich wahrer Glaube den Weg durch die Magie des Gefängnisses bahnte, erhoben sich Uga und Agga gleichzeitig und atmeten tief durch.
"Ah, sie haben einen Weg gefunden uns zu kontaktieren!" rief Uga über das Knistern der die Kristallkugeln umhüllenden Magie.
MEINE TREUEN ANHÄNGER SIEGEN ÜBER JEDEN FEIND, DIE STÄRKSTE MAGIE WIRD SIE NICHT AUFHALTEN! brüllte Agga in einer Pose, die jede seiner Statuen in den Schatten stellt
Uga rollte mit den Augen und betrachtete die Barriere, deren pulsierendes violettes Funkeln im Kampf gegen die eindringende Kraft der Oden schon seit Tagen immer stärker wurde. Jedesmal, wenn wahre Glaube es schaffte, sie zu durchdringen, stoben bunte Lichtblitze über das ganze Tal. Die aus Eis bestehende Kristallkugel, die aus Eis bestanden, begann zu bröckeln, und immer größere Brocken brachen aus ihr heraus und verglühten in der Atmosphäre des Tales . Bis auf einmal, pünktlich zu Beginn des Uga-Monates, das violette Leuchten der Magie erlosch und die Kristalklugel entgültig zerbarst.


Einige Zeit später folgten Uga und Agga dem Weg durch Zeit und Raum, den ihre Halbgötter ihnen wiesen. Nach einer kurzen freudigen Begrüßung setzten sich die beiden Götter mit ihren Halbgöttern zusammen. Auch die Preispiraten waren anwesend und schilderten kurz die Situation.
Aggas Blick war leer und Uga wußte nur zu gut, dass er an seinen Sohn Enzio dachte, der den Streit der Zeitalter offensichtlich endgültig zu einem Ende führen wollte und dabei vor wirklich nichts zurückschreckte.

"Kyrah hat natürlich einen Vorteil. Dies ist ihre Heimat und wir sind noch geschwächt von unserer Gefangenschaft. Es war ein Glück, dass ihr uns so schnell gefunden habt, Eskaler!" sprach Uga nachdenklich.
"Danke Uga, aber wir müssen schnell handeln! Eure Halbgötter sollen Eure Gefolgsleute für ihre Treue belohnen, denn die Säuberung des Tals zeigt, dass Kyrah ihre Pläne schnell voran treibt!" antwortete Eskaler.

Uga sah Agga an und sprach: "Mein Bruder und ich werden unsere treuen Diener entlohnen! Gebt uns einige Monate um die Sitaution zu beurteilen, dann werden wir sehen, wie wir uns am besten gegen die Gefahr der beiden aufstellen!"
Uga lehnte sich zurück und lächelte verschmitzt. "Ich brauche jetzt ein paar Tage in denen ich mich meiner Rettung und dem Glauben meiner Anhänger erfreue und einfach nur den Sonnenschein genieße!"
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