Das Ende der Reise

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Das Ende der Reise

Prolog zur Storyline

Beitragvon Ein Chronist » 03.01.2008, 21:18

In einem Strom aus Raum und Zeit:

In einem Zustand ohne Hier und Jetzt und ohne Körperlichkeit und Materie bewegten sich zwei Gestalten vorwärts ihrem Ziel entgegen.
Genau genommen bewegten sie sich gar nicht, sondern nur ihr Geist. Ihre Reise trug sie auch nicht vorwärts ihrem Ziel entgegen, sondern rückwärts, aber mit diesen Dingen beschäftigten sich die zwei körperlosen Gedanken gegenwärtig nicht.

„Sind wir bald da? Wie lange dauert es noch?“ bohrte eine unangenehm gelangweilte Frauenstimme. „Wann sind wir endlich in Noktardem?

Mit sichtlich genervter Stimme antwortete ein Mann: „Zeit ist irrelevant, denn wir kommen früher an, als wir gestartet sind! Und bitte hör auf zu Fragen, es erfordert einige Anstrengungen den Zeitstrom zu beobachten und vor allem dann den richtigen Ausstieg zu erwischen!“

Enzio wandte seine Konzentration wieder dem Zeitstrom zu und Kyrah lehnte sich in Gedanken zurück und versuchte zu schlafen.
Ein schwieriges Unterfangen für einen körperlosen Geist...



In einer anderen Zeit an einem anderen Ort:

ICH VERSPÜRE EIN UNBÄNDIGES VERLAGEN NACH DEN QUALEN ANDERER LEUTE; ES MUSS KURZ VOR DER NACHMITTAGSOPFERUNG SEIN! grummelte Agga.
Uga sah entnervt in das Schneetreiben und wünschte sich, dass Agga endlich mal den Mund halten könnte.
„Wie oft willst Du das noch sagen? Wir sitzen hier seit was weiß ich wann fest! Alle Versuche dieses eisige Gefängnis der Kristallkugel zu verlassen sind bisher fehl geschlagen! Das Tale Thoka ist offensichtlich Geschichte. Wir können ohne unsere Anhänger selbst unsere Halbgötter nicht erreichen. Es scheint keinen Weg zur Flucht zu geben und Du redest von irgendwelchen grausamen Ritualen.“

MIR IST EBEN LANGWEILIG! ICH BIN DEINER GESELLSCHAFT ÜBERDRÜSSIG, BRUDER! VIEL LIEBER WÜRDE ICH IN KLEINEN SCHARMÜTZELN UND GROSSEN SCHLACHTEN DIR GEGENÜBER TRETEN!

„Kyrah hat uns mit Hilfe von Deinem Sohn Enzio hierher verbannt und Du denkst immer noch an Deine kleinen albernen Brüderstreitigkeiten. Du bist wirklich unverbesserlich!“ erwiderte Uga in einem oberlehrerhaften Tonfall. „Wenn wir niemanden erreichen, der uns einen Ankerpunkt außerhalb dieser Kugel geben kann, so werden wir hier weiter die endlose Zeit verbringen müssen!“

Ein Schatten zog über Aggas Gesicht bei der Nennung seines Sohnes. Sichtlich bereitete es ihm große Qualen.
MEIN SOHN!
Aggas Blick wanderte in die Ferne und er sagte für eine lange Zeit nichts mehr.
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Re: Das Ende der Reise

Prolog zur Storyline

Beitragvon Ein Chronist » 03.01.2008, 22:39

Zurück im Zeitstrom:

„Ah, das ist er!“ Die Umgebung der Gedanken veränderte sich und sie rasten auf einen Untergrund zu, der auffällig massiv aussah.
Kyrah stieß einen gedanklichen Schrei aus, der sich urplötzlich in einen lauten hörbaren Ton des Entsetzens änderte.

„Wir sind da!“ sagte Enzio stolz.
„Wo?“ rief Kyrah leicht verwirrt.
„Da! Und wir sind endlich wieder in unseren Körpern!“ Kyrah blickte an sich herunter, prüfte ihre Gliedmaßen und sagte: „Ich hab Hunger!“


Etwa zwei Stunden später nach dem Genuß eines hastig gefangenen Schneehasen sassen die zwei an einem lodernden Feuer und unterhielten sich über ihre neue Umgebung.
„Und siehe Enzio, die Ödnis der verlorenen Seelen ist ein unwirklicher Ort, und ach dort oben erhebt sich majestetisch neben dem Weißen Gebirge der Hoffnung der Schwarze Gipfel der Einsamkeit. Es ist wunderschön wieder am Orte meiner Jugend zu sein.“
Enzio blickte sie stolz an, als sie erwiderte.

„Schon bald werden die Anhänger der beiden falschen Götter dem Ruf folgen. Sie dachten in Thoka wäre es kalt gewesen? Ha! Dies hier ist meine Heimat, hier herrscht der ewige Winter!“ Kyrah sah mit feuchten Augen dem Gipfel entgegen.
„Sie alle werden ihre Götter vermissen und erfahren, dass sie verlassen worden sind! Voller Zweifel und Hoffnungslosigkeit werden sie sich der einzig wahren Göttin zuwenden! Enzio, wir beide werden über dieses Tal herrschen! Wir werden unsere Armeen aufbauen und wenn die Zeit der endgültigen Rache gekommen ist werden wir Uga und Agga aus ihrem kleinen Gefängnis befreien und ihrem nutzlosen Leben ein Ende bereiten!“

Kyrahs Blick verhärtete sich.
„Diesmal werden mir die Preispiraten mit ihrem mächtigen Artefakt nicht dazwischen funken! Diesmal wird meine Rache vollkommen!“
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